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7 Tipps für fitte Augen am Bildschirm

Langes Arbeiten am Bildschirm ist anstrengend für die Augen. Rund 80 Prozent der Menschen, die täglich länger als drei Stunden vor dem Rechner sitzen, klagen über Beschwerden. Die Hälfte davon bekommt Probleme mit den Augen: Trockenheit, Jucken, Flimmern, Lichtempfindlichkeit und verschwommene Sicht. Da bleibt nicht nur die Konzentration auf der Strecke, sondern auch die Lebensfreude. Dabei man kann viel tun, um Sehbeschwerden vorzubeugen. Wenn Sie die folgenden Punkte beherzigen, wird es Ihren Augen bald deutlich besser gehen.

1. Monitor

Die Position des Monitors sollte quer zur Fensterfläche und Deckenbeleuchtung sein. Der Monitor sollte dabei nicht zu hoch stehen, sodass der Blick leicht nach unten gehen kann. Die Bildschirmoberkante sollte nicht über Augenhöhe hinaus reichen.

 

2. Beleuchtung

Indirekte Beleuchtung sollte vermieden werden, da sie zu Reflexionen und Spiegelungen auf der Bildschirmoberfläche führen kann. Die ideale Beleuchtungsstärke liegt bei 400 bis 600 Lux.

 

3. Ergonomie

Der Bürostuhl sollte den ganzen Körper stützen, höhenverstellbar und drehbar sein. Die optimale Entfernung zwischen Auge und Bildschirm ist individuell und beträgt zwischen 45 und 80 Zentimeter.

 

4. Luftfeuchtigkeit

Die Luftfeuchtigkeit lässt sich mit Luftbefeuchtern und möglichst großblättrigen Pflanzen regulieren. In angemessen feuchter Luft (über 40 Prozent) werden die Augen nicht so schnell trocken.

5. Pausen

Es ist wichtig, nicht konstant auf den Bildschirm zu starren, sondern zwischendurch in die Ferne zu schauen und bewusst zu blinzeln. Wer dafür ein festes Schema braucht, kann sich an die 20-20-20-Regel halten, also alle 20 Minuten für 20 Sekunden auf ein etwa 20 Fuß (ca. sechs Meter) entferntes Objekt schauen.

 

6. Die richtige Brille

Bei Beschwerden am Bildschirmarbeitsplatz kann ein Termin beim Augenarzt hilfreich sein. Denn: Eine exakt angepasste Brille kann die Arbeit wesentlich erleichtern. Es gibt inzwischen Gleitsicht-Brillen speziell für den Arbeitsplatz, die auf die besonderen Entfernungen abgestimmt sind und eine hohe Sehschärfe am Bildschirm und an der Tastatur gewährleisten. Eine Entspiegelung der Gläser ist in jedem Fall zu empfehlen, weil sie mögliche Reflexe auf dem Brillenglas abmindert.

 

7. Freizeit

Auch die Augen profitieren – wie Muskulatur und Stimmung – von Bewegung an der frischen Luft. Wer schon einen Großteil seines Arbeitstags am Bildschirm verbringt, sollte abends und am Wochenende möglichst aktiv sein, um seinen Augen Erholung zu gönnen. Besonders ungünstig: langes Starren auf den kleinen Smartphone-Bildschirm.

Was ist Akkommodation?

Akkommodation ist die Fähigkeit der Augen, Gegenstände in unterschiedlicher Entfernung scharf zu sehen. Verantwortlich dafür ist die flexible Augenlinse, die durch Muskelkraft ihre Form verändern kann. Mit zunehmendem Alter nimmt durch die nachlassende Akkommodation die Nah-Sehschärfe ab. Bei vielen beginnt dieser Prozess etwa ab dem 40. Lebensjahr und schreitet kontinuierlich fort. Da das Auge dazu neigt, mangelnde Sehschärfe durch größere Anstrengung zu kompensieren, wird Betroffenen anfangs oft nicht bewusst, dass ihre Sehfähigkeit nachlässt. Sie leiden dann „nur“ unter den Begleiterscheinungen wie Kopfschmerzen und schnellerer Ermüdbarkeit. Die gute Nachricht: Die Alterssichtigkeit (Presbyopie) lässt sich mit einer geeigneten Brille immer korrigieren.

Anne Reis