So wird das Auslandsjahr zum Erfolg
Balance schaffen

Abenteuer Ausland: Die Welt gehört dir!

So wird das Auslandsjahr zum Erfolg

Fernab der vertrauten Heimat warten unzählige Abenteuer. Doch wer andere Länder nicht nur als Tourist kennenlernen möchte, braucht Zeit – und Geld. Die Lösung: „Work and travel“, reisen und arbeiten im Ausland. Wir zeigen, worauf es bei der Vorbereitung für ein Auslandsjahr ankommt.

Kiwis ernten in Neuseeland? Thailändischen Mönchen Englisch beibringen? Oder Elefanten füttern in Südafrika? Die Möglichkeiten für ein Auslandsjahr sind bunt und riesig. Nichts ist schöner als die Vorfreude, wenn man mit dem Finger auf der Landkarte das Ziel schon mal anvisiert. Und natürlich macht es mehr Spaß, Bücher und Badeklamotten einzupacken, als zu recherchieren, welche Versicherung man eigentlich benötigt. Trotzdem: Bestimmte Risiken wie Unfall oder Krankheit sollten abgesichert sein. Nur mit guter Vorbereitung kann man beruhigt in die aufregendste und vielleicht beste Zeit des Lebens starten. Ein Abenteuer, das das eigene Leben und alte Ansichten auf den Kopf stellt und einem neue Freundschaften schenkt. Und eins steht fest: Wer nach zwölf Monaten Auslandsaufenthalt zurückkehrt, bringt nicht nur Schmutzwäsche mit, sondern außergewöhnliche Erlebnisse, an die man sich noch lange erinnert.

Das sind die beliebtesten Work-and-Travel Länder:

  1. Australien 27,6 %
  2. Neuseeland 24,3 %
  3. Kanada 16,2 %
  4. Europa 6,5 % (Favoriten in Europa sind: UK 22,9 %, Irland 18,8 % und Spanien 10,4%)
  5. USA 4,7 %

In diesen Bereichen arbeiten Work and Traveller am liebsten:

  1. Gastronomie 52,4 %
  2. Rancharabeit (Schafe, Rinder, Pferde) 48,2 %
  3. Fruit Picking/Farmarbeit 44,4 %
  4. Mit Kindern 36,9 %
  5. Sport (z.B. als Surflehrer) 24,6%

Quelle: Umfrage von Auslandsjob.de/INITIATIVE auslandszeit, Rheda-Wiedenbrück

Bestens vorbereitet ins Auslandsjahr

Die wichtigsten Fragen und Antworten

Welcher Auslandstyp bin ich?

Ein Jahr soll es ins Ausland gehen – das steht fest. Aber was soll man wo machen? Ob Praktikum, Freiwilligendienst oder Au-pair – wir helfen Weltenbummlern, die passende Reiseform zu finden. Unser Test zeigt, wohin die Reise gehen kann und welche der vielen Möglichkeiten zu einem passt.

Viele Traveller geben gern ihre Erfahrungen weiter. Katharina etwa erzählt ihre Neuseeland-Erlebnisse hier: katharinaluna.com

Wie komme ich an ein Auslandspraktikum?

Ein Praktikum zu finden, das zu einem passt, ist bereits im Heimatland oft nicht einfach. Wie soll das erst im Ausland klappen? Kein Problem! Für Studierende, aber auch für Schülerinnen und Schüler gibt es unzählige Organisationen, die Praktika vermitteln und bei der Suche nach geeigneten Arbeitgebern unterstützen. Hier haben wir einige davon aufgelistet.

Wie kann ich unterwegs Geld dazuverdienen?

Die Welt zu entdecken, kann schnell teuer werden. Doch knappe Finanzen sind kein Grund, auf Reisen zu verzichten: Für viele kleine Jobs – ob in der Gastronomie, im pädagogischen oder landwirtschaftlichen Bereich – braucht man keine besondere Ausbildung. Darüber hinaus kann das Arbeiten im Ausland den eigenen Horizont enorm erweitern. Im Rahmen eines Work-and-Travel-Programms kann man sich außerdem für den Umweltschutz oder Forschungsprojekte engagieren.

Was gehört ins Gepäck?

Klar, dass man für so eine Reise anders packen muss als für zwei Wochen Mallorca. Regel Nummer eins: weniger ist mehr. Auch in Neuseeland oder in Kanada gibt es Supermärkte und alles, was man von zu Hause mitbringt, muss man zwölf Monate lang durch die Gegend schleppen. Also, Ausweise, Papiere, elektronische Geräte und Medikamente: rein. Abendkleidung und der dritte Bikini: raus. Toll sind Kompressionsbeutel mit Zip-Verschluss, in die man platzsparend T-Shirts & Co. Verstauen kann. Eine richtig gute Checkliste in Kurzform und als Print-Packliste in Blockform gibt’s natürlich auch bei uns.

Welche Visa sind nötig?

Für Ziele wie Australien, Neuseeland, Kanada und einige asiatische Länder bietet sich ein Working-Holiday-Visum an. Bei kürzeren Auslandsaufenthalten (zum Beispiel sechs Wochen Chile) reicht ein Formular, das man im Flugzeug ausfüllt. Für die USA muss man speziell für Austauschprogramme ein J1-Visum beantragen. Die Visumvergabe ist allerdings an konkrete Bedingungen geknüpft, die von Programm zu Programm unterschiedlich ausfallen. Alle wichtigen Infos und praktische Links auf: www.dieweltgehoertdir.de

Welche Impfungen braucht man?

Spätestens acht Wochen vor der Reise sollte der Hausarzt einen Impfplan erstellen. Die meisten der typischen Work-and-Travel-Destinationen haben keine speziellen Bestimmungen. Jedoch sollten die Standard-Impfungen (Tetanus, Diphtherie, Polio, Hepatitis) sowieso alle zehn Jahre aufgefrischt werden. Sollten Impfungen erforderlich sein, ist es wichtig, frühzeitig mit den Impfungen zu beginnen. So ist man bei Reisebeginn ausreichend geschützt. Persönliche Beratung gibt es bei der DAK-Impf-Hotline 040 325 325 800.

Welche Versicherungen sind nötig?

Wer in einen der Schengen-Staaten der EU reist, ist durch die DAK-Gesundheitskarte geschützt und kann mit dieser zum Vertragsarzt gehen. Wer außerhalb dieser Länder unterwegs ist, braucht eine spezielle Auslandskrankenversicherung, wobei für die USA und Kanada nochmal andere Konditionen gelten. Die Kosten unterscheiden sich je nach Dauer des Aufenthalts. Bei einem Jahr Work and Travel liegen die Preise um ca. einen Euro pro Tag. Wichtig: eine Zusatz-Versicherung ist auch innerhalb Europas ratsam und sollte auf jeden Fall einen Rücktransport nach Deutschland im schweren Krankheitsfall enthalten.

Thomas Soltau, Julia Meier