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Alles über Schnell- und Selbsttests

Regelmäßige Corona-Tests helfen uns, Infektionen frühzeitig zu erkennen und Ansteckungen zu vermeiden. Neben den PCR-Tests gibt es inzwischen auch Antigen-Schnelltests und Selbsttests. Erfahren Sie hier alles Wissenswerte über diese Tests.

PCR-Tests gelten laut Robert Koch-Institut (RKI) als „Goldstandard“ unter den Corona-Tests und bieten die zuverlässigsten Ergebnisse. Doch die Durchführung nimmt einige Zeit in Anspruch und es gibt nicht umgehend ein Ergebnis. Denn die Probenentnahme erfolgt durch medizinisches Personal und die Auswertung durch Labore. Für einen PCR-Test brauchen Sie in der Regel einen Termin bei Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt oder über die Rufnummer 116 117. Das Ergebnis erhalten Sie meist erst nach mehreren Stunden oder sogar Tagen. Anders sieht es bei den sogenannten Schnelltests aus.

Antigen-Schnelltests

Die Antigen-Schnelltests können laut Bundesgesundheitsministerium nur durch geschultes Personal durchgeführt werden. Ähnlich wie beim PCR-Test wird ein Nasen- oder Rachenabstrich gemacht. Dieser muss korrekt durchgeführt werden. Mit einem Abstrichtupfer wird das möglicherweise infizierte Gewebe aus dem Mund- oder Nasenraum entnommen. Bei einem fehlerhaften Abstrich kann das Ergebnis des Schnelltests verfälscht sein. Deswegen dürfen diese Tests nicht von Laien durchgeführt werden.

Jede Bürgerin und jeder Bürger kann sich mindestens einmal wöchentlich kostenlos mit einem Schnelltest testen lassen. Durchgeführt werden diese Tests in den Testzentren der Gesundheitsämter vor Ort oder von beauftragten Dritten, zum Beispiel Apotheken. Das Ergebnis liegt innerhalb kurzer Zeit vor. Antigen-Schnelltests kommen auch in Pflegeheimen, Krankenhäusern oder Schulen zum Einsatz, um Personal, Bewohnerinnen und Bewohner sowie Schulkinder regelmäßig zu testen. Das Bundesgesundheitsministerium sieht eine Meldeplicht für positive Test-Ergebnisse vor.

Selbsttests

Selbsttests können eigenständig zu Hause durchgeführt werden und zusätzliche Sicherheit im Alltag geben, zum Beispiel bei privaten Besuchen. Die Selbsttests erfolgen zum Beispiel per Nasenabstrich oder mit einer Speichelprobe.

Schnell- und Selbsttests haben laut RKI eine höhere Fehlerrate als PCR-Tests. Aus diesem Grund wird empfohlen, nach einem positiven Schnell- oder Selbsttest einen PCR-Test zur Bestätigung durchführen zu lassen.

8 Tipps zum richtigen Umgang mit Selbsttests

  1. Achten Sie beim Kauf darauf, dass es sich um einen Test für die Eigenanwendung, also einen für Laien zugelassenen Test handelt. Andere Schnelltests können deutlich schwieriger in der Handhabung sein und bedürfen einer Schulung.
  2. Qualitätsgeprüfte Tests erkennen Sie an der CE-Kennzeichnung. Eine Liste zugelassener Tests finden Sie hier.
  3. Das Ergebnis erfahren Sie nach etwa 15 Minuten. Ist es positiv, wird im Sichtfeld ein zweiter farbiger Strich angezeigt, ähnlich wie bei einem Schwangerschaftstest.
  4. Halten Sie sich genau an die Gebrauchsanweisung. Nur bei sorgfältiger Anwendung des Tests kann es ein korrektes Ergebnis geben.
  5. Vor und nach der Durchführung des Tests sollten Sie sich gründlich die Hände waschen oder desinfizieren.
  6. Der Selbsttest ist nur eine Momentaufnahme. Das heißt schon am nächsten Tag könnten Sie trotzdem Corona-positiv sein.
  7. Schnelltests sind anfällig für Fehler und nicht so zuverlässig wie ein PCR-Test. Wichtig ist, dass Sie auch bei einem negativen Testergebnis die Hygieneregeln weiterhin einhalten.
  8. Ist Ihr Test positiv, empfiehlt das Bundesgesundheitsministerium einen PCR-Test zur Bestätigung durchführen zu lassen. Über den Hausarzt oder die Rufnummer 116 117 können Sie einen Termin für den Bestätigungstest vereinbaren. Bis das Ergebnis des PCR-Tests vorliegt, sollten Sie sich unbedingt in Quarantäne begeben.

Nina Alpers