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Bunt statt blau: Die besten Plakate gegen das Komasaufen

Im elften Jahr der Kampagne „bunt statt blau“ ist alles ein bisschen anders. Aufgrund der Corona-Pandemie wurden die Siegerplakate am 1. Dezember erstmalig rein virtuell gekürt. Bis Mitte September haben sich bundesweit mehr als 6.000 Schülerinnen und Schüler mit kreativen Ideen an der Kampagne der DAK-Gesundheit zum Thema Alkoholmissbrauch beteiligt. Wir zeigen die besten Plakate der jungen Künstler.

Aktuelle Zahlen zeigen, dass Alkoholvergiftungen bei 10- bis 15-Jährigen zuletzt um 8,4 Prozent gestiegen sind. Der Plakatwettbewerb „bunt statt blau“ setzt ein Zeichen gegen das Komasaufen. Die Kampagne ist eingebunden in die „Aktion Glasklar“ des IFT-Nord, mit der die DAK-Gesundheit auch Lehrkräfte und Eltern über das Thema Alkohol aufklärt. Die Schülerinnen und Schüler beschäftigen sich erst inhaltlich mit dem Thema und gestalten dann ihre Plakate. Dadurch wirkt „bunt statt blau“ sehr positiv.

„‘Bunt statt blau‘ schafft es seit vielen Jahren, die Jugendlichen über die Risiken von zu viel Alkohol aufzuklären. Kreativ sein, mit Freunden zusammen Spaß haben – dazu braucht es eben keinen Alkohol“, sagte Daniela Ludwig. Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung ist seit diesem Jahr erstmalig Schirmherrin der DAK-Kampagne. „‘Bunt statt blau‘ ist deshalb so effektiv, weil sich Gleichaltrige offen, kreativ und neugierig mit dem Thema auseinandersetzen. Prävention funktioniert dann besonders gut, wenn die Jungen und Mädchen nicht von oben herab belehrt werden, sondern mit ihnen ehrlich und auf Augenhöhe kommuniziert wird. Eine tolle Kampagne, der ich auch für die Zukunft alles Gute und viel Erfolg wünsche“, unterstrich Ludwig.

Plakat der Bundessiegerin

Die Bundesjury wählte eine Komposition aus Gemälde und Collage zum besten Motiv 2020 gegen das sogenannte Komasaufen. Mit ihrer kreativen Arbeit gewann die 17-jährige Schülerin Janin Ahlemeyer vom Alten Kürfürstlichen Gymnasium (AKG) Bensheim den Hauptpreis von 500 Euro.

„Die eine Gesichtshälfte zerfällt durch den Alkohol, während die andere sich klar der Realität und Zukunft zuwendet“, beschreibt die Siegerin aus Hessen ihr Kunstwerk selbst. „Mich schockiert es zutiefst, dass Minderjährige zur starken Alkoholsucht neigen. Alkohol besitzt in der heutigen Zeit eine Normalität, welche den Risiken nicht gerecht wird.“

bunt statt blau Siegerehrung 2020

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