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Gesundheit & Fitness

Trotz Abstand füreinander da sein

Das Corona-Virus als Anlass für ein gesundes Miteinander

Wir brauchen ein gesundes Miteinander, um gesund zu leben – gerade in Zeiten der Corona-Pandemie. Abstand halten ist derzeit wichtig, doch nur körperlich. Geistige Nähe, das Kümmern – auch wenn es aus der Ferne ist – ist wichtiger denn je. Vor allem ältere Leute und Risikogruppen wie chronisch kranke Menschen brauchen unsere Solidarität. Ein Anruf, eine Blume vor der Tür, eine freundliche Geste: Wir denken an dich, du bist nicht allein – und wir helfen dir. Die Corona-Pandemie bringt auch die Chance mit sich, als Gesellschaft wieder näher zusammenzurücken, das Miteinander zu stärken, anderen zu helfen.

Nur der Abstand zu unseren Mitmenschen kann helfen, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Für alte und kranke Menschen kann das aber schnell Einsamkeit bedeuten, den Verlust wichtiger sozialer Kontakte. Alltägliche Dinge wie Einkaufen, der Gang zur Apotheke oder das Gassigehen mit dem Hund sind aus Schutz vor dem Virus von vielen nicht mehr einfach zu bewältigen. Grund genug, jetzt einmal ins nähere Umfeld zu schauen: Kennen Sie eigentlich Ihre Nachbarn? Wann haben Sie das letzte Mal mit ihnen gesprochen? Vor allem in größeren Städten leben wir häufig unbeteiligt nebeneinander her. Vielleicht benötigt gerade jetzt jemand Ihre Unterstützung.

Zahlreiche Organisationen, aber auch Privatleute stellen in diesen Tagen Netzwerke auf die Beine, um Menschen zusammenzubringen – nicht physisch, aber mit Rat und Tat. Verschiedene Internetplattformen, aber auch lokale Facebook- und WhatsApp-Gruppen, ermöglichen es beispielsweise, Hilfe anzubieten und zu finden. Nachbarn können sich dort austauschen. Unter #NachbarschaftsChallenge oder #Coronahilfe posten etwa zahlreiche Nutzer in sozialen Medien Hilfsangebote, die sie auch offline in ihren Wohnhäusern ausgehängt haben. Im Treppenhaus, an der Wohnungstür oder auch auf der Straße. Hilfsangebote oder auch -gesuche können so Nachbarn in Kontakt bringen. Vordrucke für Aushänge gibt es im Internet. Helfer können diese am besten gleich mehrfach ausdrucken und jedem Nachbarn vor die Tür oder im Hausflur auslegen.

Grundsätzlich ist es bei der Nachbarschaftshilfe wichtig, darauf zu achten, den direkten Kontakt zu vermeiden. Als Mindestabstand gelten eineinhalb bis zwei Meter. Einkäufe sollten am besten vor der Tür abgestellt werden. Helfer können auch telefonisch oder digital zunächst die Einkaufswünsche von mehreren Personen abfragen und bündeln. So steht für sie nur ein Gang zum Supermarkt an. Das reduziert wiederum die Kontakte für den Helfer.

 

 

Eines ist allerdings zu beachten:

Wer selbst Symptome hat wie Husten, Schnupfen oder Fieber, sollte sich nicht engagieren. Auch Menschen, die in den letzten 14 Tagen in Risikogebieten oder mit Erkrankten zusammen waren, sollten auf aktive Nachbarschaftshilfe verzichten.

Nina Osmers