Das Gesundheits-Magazin
Bild zum Beitrag 'Coronavirus: Die wichtigsten Fragen und Antworten'
Gesundheit & Fitness

Coronavirus: Die wichtigsten Fragen und Antworten

Das Coronavirus hat Deutschland erreicht. Das Virus kann eine Lungenkrankheit auslösen, an der im Hauptverbreitungsland China bereits viele Menschen gestorben sind. Wie groß der Informationsbedarf hierzulande ist, zeigt die große Zahl an Anrufern, die die DAK Coronavirus-Hotline genutzt haben. Für fit! beantwortet DAK-Ärztin Dr. Maike Reher häufig gestellte Fragen. Bitte beachten Sie, dass wir hier lediglich die Hotline-Fragen abbilden. Aktuelle Entwicklungen und Übersichten finden Sie auf der Website des Robert-Koch-Instituts.

 

 
DAK-Ärztin Dr. Maike Reher

Das Coronavirus ist in Deutschland angekommen: Wie hoch schätzen Experten die Chance ein, dass es in Deutschland wirklich rumgehen wird?

Dr. Reher: Die Ansteckungsgefahr beim neuartigen Coronavirus ist noch nicht konkret erforscht worden. Nach Experten-Einschätzung ist das Infektionsrisiko für die Bevölkerung durch dieses Virus nach derzeitigem Kenntnisstand gering. Um eine Weiterverbreitung zu verhindern, ist es wichtig, diese Fälle früh zu erkennen, sie zu isolieren und Hygienemaßnahmen konsequent einzuhalten.

 

Für wen ist das Coronavirus besonders gefährlich?

Dr. Reher: Vor allem für Patienten, die an einer Vorerkrankung leiden, ist eine Infektion gefährlich.

 

Welche Symptome habe ich beim Coronavirus? Wann treten sie ein?

Dr. Reher: Gewöhnliche Coronaviren verursachen meistens milde Erkältungszeichen mit Husten und Schnupfen. Das neue Coronavirus scheint mit einem schwereren Verlauf einherzugehen. Es kann schwere Infektionen der unteren Atemwege verursachen und zu Lungenentzündungen führen. Derzeit wird davon ausgegangen, dass die Inkubationszeit bis zu 14 Tage beträgt.

 

Wohin wende ich mich am besten beim Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus?

Dr. Reher: Beim Auftreten von Symptomen – gerade im Zusammenhang mit einer Chinareise – sollte man den Hausarzt oder die Hausärztin aufsuchen und sich unter Hinweis auf die Reise und Beschwerden telefonisch anmelden.

 

Was passiert mit mir, wenn ich mich tatsächlich mit dem Coronavirus infiziere? Wie werde ich behandelt? Gibt es denn wirklich gar keine Möglichkeit, durch Medikamente zu helfen?

Dr. Reher: Eine spezifische Therapie gegen das neuartige Coronavirus steht derzeit nicht zur Verfügung. Wirkungsvoll ist jedoch eine unterstützende Behandlung der Infektion, wie zum Beispiel die Sauerstoffgabe, Ausgleich des Flüssigkeitshaushaltes, gegebenenfalls eine Antibiotikagabe zur Behandlung bakterieller Begleitinfektionen sowie die Behandlung relevanter Grunderkrankungen.

 

Viele Menschen sind an dem Virus gestorben: Muss ich bei einer Infektion in Panik ausbrechen oder klingt der Virus wie eine normale Krankheit auch wieder ab?

Dr. Reher: Für Panik gibt es keinen Grund. Wichtig ist, sich bei entsprechenden Symptomen umgehend ärztlich untersuchen zu lassen. Todesfälle traten bisher vor allem bei Patienten auf, die bereits zuvor an schweren Grunderkrankungen litten.

 

Wie kann ich mich am besten vor dem Coronavirus schützen?

Dr. Reher: Das neue Coronavirus ist zwar von Mensch-zu-Mensch übertragbar, allerdings wohl nicht sehr leicht. Man sollte die übliche Vorsicht walten lassen – dazu gehören gute Händehygiene, Husten- und Nies-Etikette sowie Abstand zu Erkrankten. Diese Maßnahmen sind in Anbetracht der Grippewelle aber überall und jederzeit angeraten.

 

Was sind sinnvolle Hygienemaßnahmen? Hilft ein Mundschutz?

Dr. Reher: Nach den bisherigen Erkenntnissen ist die Ansteckungsgefahr bei längerem face-to-face-Kontakt am höchsten. Einfach im Vorbeigehen wird das Virus wohl kaum übertragen. Insofern sollten die üblichen Vorsichtsmaßnahmen ausreichen.

Weitere tagesaktuelle Informationen und Antworten erhalten Sie auf folgenden Seiten: