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Gesund leben

Die besten Beschäftigungen für ein krankes Kind

Windpocken, Mumps, Dreitage-Fieber: Wer ein krankes Kind zu Hause hat, schwankt meist zwischen Mitleid und Erschöpfung. Denn auch Kinder mit akutem Fieber schlafen nicht die ganze Zeit und wollen zwischendurch beschäftigt werden, kleine Patienten, die schon wieder auf dem Weg der Besserung sind, sowieso. Aber wie hält man ein krankes Kind bei Laune? Wir haben die besten Tipps für Sie zusammengestellt.

Beschäftigungen für Kinder, die im Bett liegen müssen

  1. Vorlesen – der absolute Klassiker. Vorlesen sorgt für Unterhaltung und Geborgenheit und mit ein bisschen Glück schläft das Kind sogar dabei ein und man hat ein wenig Zeit für sich selbst.
  2. Hörbücher – wer nicht mehr vorlesen kann oder den Haushalt erledigen muss, kann altersgerechte Hörbücher oder Hörspiele einlegen. Die gibt es auch in der Bibliothek – oder vielleicht bei Freunden – zum Ausleihen.
  3. Malen – auch im Bett kann gemalt werden. Am besten packt man die Stifte in einen Karton und lässt die Kleinen diesen auch anmalen. So verteilen sich die Stifte nicht im Bett und die Maloberfläche ist stabil. Größere Kinder können eine Stadt mit Straßen malen und danach Modellautos darauf fahren lassen.
  4. Fotoalben anschauen – viele Kinder lassen sich von ihren eigenen Babyfotos oder den Fotos aus dem letzten Urlaub für eine Weile faszinieren.
  5. Massagen – körperliche Berührungen tun kranken Kindern besonders gut. Kleine Massagen und intensives Kuscheln sollten deshalb nicht zu kurz kommen.
  6. Fingerspiele – Spiele wie „10 kleine Zappelmänner“ machen Kleinkindern viel Spaß, ohne besonders anstrengend zu sein.

Beschäftigungen für Kinder, die schon wieder zeitweise aufstehen können

  1. Gesellschaftsspiele – spielen Sie möglichst Spiele, die die Kinder schon kennen, da sie kränkelnd meist nicht genug Konzentration aufbringen, um etwas Neues zu lernen. Um Frustrationen zu vermeiden, sollte man kooperative Spiele wählen, bei denen man gemeinsam gewinnt oder verliert.
  2. Puzzeln – für eine Weile lassen sich viele Kinder damit beschäftigen, wobei man nicht unbedingt erwarten sollte, dass das Puzzle auch fertig wird, bevor sie keine Lust mehr haben.
  3. Doktorspiele – Mama ist die Patientin und das Kind darf sie auf Herz und Nieren untersuchen – vielleicht sogar mit einem „echten“ Stethoskop aus dem Spiele-Arztkoffer. Oder man erklärt die versammelten Stofftiere zu Patienten und behandelt sie gemeinsam in der Tierklinik.
  4. Kneten – mit bunter Knete Figuren zu schaffen, macht den meisten Kindern immer wieder Spaß. Um eine Sauerei zu vermeiden, sollte man eine Plastik-Unterlage nutzen.
  5. Schnitzeljagd – verstecken Sie Stofftiere im ganzen Haus und schicken Sie den kleinen Patienten mit einem Eimer auf die Jagd.
  6. Fernsehen – man sollte es natürlich nicht übertreiben, aber es ist nichts dagegen einzuwenden, dass ein kränkelndes Kind seine Lieblingsserie schaut.
  7. Videogespräche – nutzen Sie ein Videochat-Programm wie Skype, um mit der Tante oder der Oma zu sprechen und zu zeigen, dass es dem kleinen Patienten schon viel besser geht.
  8. Rausgehen – für einen kurzen Spaziergang an die frische Luft zu gehen, tut allen gut, wenn das Kind kein Fieber mehr hat und warm genug – aber auch nicht zu warm – angezogen ist.

Tipps für Eltern

Sich um ein krankes Kind zu kümmern, kann sehr erschöpfend sein, insbesondere dann, wenn auch die Nächte schlecht sind und der Patient viel quengelt. Versuchen Sie, sich kleine Auszeiten zu gönnen, wenn Ihr Kind schläft oder sich alleine beschäftigt und lassen Sie sich ablösen, wenn Ihr Partner von der Arbeit kommt. Gesunden Geschwisterkindern sollten Sie die Situation erklären und sie so weit wie möglich in die Pflege des kranken Kindes mit einbeziehen.

Anne Reis