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Was die Umstellung auf die Winterzeit mit uns macht
Gesundheit & Fitness

Was die Zeitumstellung mit uns macht

Haben Sie Probleme mit der Zeitumstellung? Können Sie nach der Umstellung nicht zur gewohnten Uhrzeit einschlafen oder wachen Sie am nächsten Morgen zu früh oder zu spät auf? 

Sicher ist: Die Zeitumstellung stört unseren natürlichen Tagesablauf. DAK-Ärztin Dr. Susanne Bleich erklärt: „Der Biorhythmus stellt sich nicht von einem Tag auf den nächsten um – viele Menschen brauchen etwas Zeit, um wieder in den Takt zu kommen.“

Wie lange der Eingriff in den Tagesrhythmus jedem Einzelnen zu schaffen macht, ist individuell anders. Insgesamt leiden 26 Prozent der Deutschen unter gesundheitlichen Problemen nach dem Dreh an der Uhr. Das ist das Ergebnis einer aktuellen und repräsentativen Umfrage der DAK-Gesundheit vom Februar 2020. Die Zustimmung für die Zeitumstellung liegt mit 23 Prozent auf einem sehr niedrigen Niveau. Eine deutliche Mehrheit hält die Zeitumstellung für nicht sinnvoll und fast ein Drittel (74 Prozent) ist für die Abschaffung.

Die Umstellung auf Winterzeit macht viele müde und schlapp

Wie kann sich die Zeitumstellung auswirken?
84 Prozent der Betroffenen fühlen sich müde und schlapp. An zweiter Stelle kommen mit 68 Prozent Einschlafprobleme und Schlafstörungen, unter denen Frauen besonders häufig leiden: 71 Prozent der weiblichen Befragten geben das an, im Vergleich zu 64 Prozent der Männer. Unter Konzentrationsproblemen leiden 44 Prozent der Befragten und mehr als ein Drittel (38 Prozent) fühlt sich gereizt.

Was können Sie tun?
Was dem Körper generell gut tut, hilft auch bei der Anpassung an die umgestellte Zeit: Bewegung, Entspannungsübungen, frische Lust und „ein bisschen Geduld“, empfiehlt DAK-Ärztin Dr. Susanne Bleich. Geben Sie Ihrem Körper Zeit, sich anzupassen. Machen Sie sich vor allem nicht verrückt, wenn Sie nicht einschlafen können oder nicht genug Schlaf bekommen. Meist verschwinden die Schlafstörungen schon nach wenigen Tagen.

Zeitumstellung: Sport hilft gegen Müdigkeit

 

Sollte die Zeitumstellung abgeschafft werden?

In einer EU-weiten Befragung sprachen sich im Sommer 2018 84 Prozent der Teilnehmer für ein Ende der Zeitumstellung aus. Der damalige Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker kündigte daraufhin an, den Bürgerwillen schnellstmöglich umzusetzen. Der Verkehrsausschuss des Europäischen Parlaments schlug eine Abschaffung bis zum Jahr 2021 vor. Bis dahin müssen Europäisches Parlament und die Mitgliedsstaaten zustimmen. Unklar ist bisher noch, ob dann die Normalzeit oder die Sommerzeit beibehalten wird.

Doch – Anpassungsschwierigkeiten hin oder her – es gibt auch Gründe für die Zeitumstellung. Nicht die Energieeinsparung, die man sich mit der Einführung der Zeitumstellung 1980 erhofft hatte, sondern die Anpassung des Tagesablaufs an das Sonnenlicht. Ohne Sommerzeit von Ende März bis Ende Oktober würde die Sonne im Sommer in der Spitze bereits gegen vier Uhr aufgehen und gegen 21 Uhr wieder untergehen. Durch die Sommerzeit verschiebt sich das auf fünf Uhr morgens und knapp 22 Uhr abends (Beispiel Hamburg). Bei einem normalen Tagesablauf haben wir durch die Sommerzeit also länger Sonnenlicht. Im Winter springen wir dann wieder zur Normalzeit zurück.

Dr. Christoph Prang / Nina Alpers

Leiden Sie unter der Zeitumstellung?

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Typische Beschwerden im Überblick

  • Einschlafprobleme
  • Durchschlafprobleme
  • Müdigkeit
  • Erschöpfung
  • Konzentrationsschwäche
  • depressive Verstimmung

Tipps zum Umgang mit der Zeitumstellung

  • Bewegung: Gehen Sie abends noch mal spazieren oder schieben Sie eine Sporteinheit ein
  • Entspannung: Machen Sie Übungen zur Entspannung
  • Frische Luft: Lüften Sie tagsüber reichlich und treten Sie öfter vor die Tür oder auf den Balkon
  • Essen: Wählen Sie gerade abends etwas Leichtes, verzichten Sie auf schwere Kost
  • Geduld: Machen Sie sich nicht verrückt

Die Café-Regel zur Zeitumstellung

Wer sich nicht merken kann, in welche Richtung die Zeiger wann gedreht werden, für den gibt's unsere Straßencafé-Faustregel: Im Frühling stellt der Wirt die Stühle vor das Café, im Herbst holt er sie zurück ins Haus.