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Familie & Freizeit

Dreifaches Glück nach langem Warten

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Künstliche Befruchtung war für Mustafa und Plamena Gülsular (beide 31) die letzte Option, um sich ihren Kinderwunsch endlich zu erfüllen. Dass sie jetzt Eltern von quietschfidelen Drillingen sind, hätten sie sich niemals träumen lassen.

Wer Mustafa und Plamena Gülsular zusammen mit den wenige Monate alten Jungen Emir, Eyüp und Eray live erlebt, den berührt sofort eine positive Energie, die diese junge Familie umgibt. Da hier gleich drei kleine Menschen die volle Aufmerksamkeit ihrer Eltern benötigen, spielt sich im Hause Gülsular das pure Leben ab. „Wir haben auf keinen Fall damit gerechnet, dass wir Drillinge bekommen. Aber wir sind überglücklich“, so Plamena. Die große Dankbarkeit in ihren Augen wird umso verständlicher, je mehr man von ihrer Vorgeschichte erfährt.

Warten auf ein Geschenk.

Denn der Weg zu diesem Dreifach-Glück war lang und steinig. Plamena und Mustafa, die sich schon seit der Schulzeit kennen und seit neun Jahren verheiratet sind, haben es zunächst auf dem „normalen“ Weg versucht. „Meine Frauenärztin sagte: Sie warten auf ein Geschenk. Das hat mir immer Mut gegeben“, schildert Plamena. Obwohl das Pärchen keine gesundheitlichen Probleme hatte, blieb das Kindergeschenk leider für sieben lange Jahre aus. „Unser Wunsch war dann irgendwann so stark, dass künstliche Befruchtung die selbstverständliche letzte Option für uns darstellte“, erinnert sich Mustafa. Weil die sogenannte In-vitro-Fertilisation (IVF) nicht bei Plamena anschlug, entschied sich das Pärchen für die ICSI-Methode. Dabei werden Spermien direkt in Eizellen injiziert und wenige Tage später die Embryonen in die Gebärmutter eingesetzt.

 

 

Endlich schwanger

Auch hier war wieder Geduld angesagt: Drei ICSI-Versuche waren nötig, bis es schließlich klappte. Da beide bei der DAK-Gesundheit versichert sind, übernahm ihre Krankenkasse die vollen Kosten. „Den Anruf, dass ich endlich schwanger bin, erhielt ich, als wir gerade am Flughafen waren. Wir hatten schon mit einer negativen Nachricht gerechnet und wollten uns im Türkeiurlaub erholen. Danach sind wir natürlich total erleichtert ‚abgehoben‘“, lacht Plamena. Die Achterbahnfahrt der Gefühle ging weiter. Eine Woche später, zurück in Deutschland, vermutete die Frauenärztin zunächst Zwillinge in Plamenas Bauch. Als sich das Pärchen schon mit diesem Gedanken angefreundet hatte, kam eine Woche darauf die völlig unerwartete finale Diagnose: Sie bekommen Drillinge! „Da mussten wir erstmal vor Glück weinen und lachen“, erinnert sich Mustafa.

Schöne Herausforderung: Drillinge

Am 9. Oktober 2018 erblickten Emir, Eyüp und Eray das Licht der Welt. Seitdem bereichern sie das Leben von Mustafa und Plamena jeden Tag aufs Neue. „Natürlich sind Drillinge eine ganz schöne Herausforderung. Man muss seinen Tagesablauf noch besser organisieren als mit einem oder zwei Säuglingen“, erklärt Plamena. Stillen etwa geht nur nacheinander, da müsse der genügsamste Junge von allen einfach warten. „Aber man bekommt auch unglaublich viel Liebe zurück. Da braucht nur einer der drei zu lächeln.“ Mit dem großen Kinderwagen fallen die Gülsulars in ihrer Heimatstadt Hagen auf. „Es passiert häufig, dass fremde Leute erstaunt schauen oder fragen, ob das Drillinge sind. Das ist schon was Besonderes“, amüsiert sich Mustafa. Für die Gülsulars steht in jedem Fall fest: Das lange Warten und der Weg der künstlichen Befruchtung haben sich gelohnt – sogar dreifach!

 

 

 

Thomas Corrinth

Das bezahlt die DAK-Gesundheit

Wir möchten, dass Sie Ihren Kinderwunsch so sicher und entspannt wie möglich angehen können. Deshalb übernehmen wir als freiwillige Leistung bei bis zu drei Versuchen 100 Prozent der vertragsärztlichen Kosten für eine künstliche Befruchtung, wenn Sie und Ihr Ehepartner bei der DAK-Gesundheit versichert sind.