"Ein Indianer kennt keinen Schmerz ..."
Gesund leben

„Ein Indianer kennt keinen Schmerz …“

„Dieses Zwicken im Bauch? Ach, das geht bestimmt weg. Und der Kopfschmerz? Liegt am Stress und nicht an mir …” Vor allem Männer machen es sich häufig zu leicht. Doch wer Symptome ständig ignoriert, schadet damit langfristig seiner Gesundheit.

Männer, ihre Gesundheit und die Einstellung zu ihrem Körper sind ein Thema für sich. Ganze Generationen vor uns – vor allem die Frauen – haben sich mit diesem Thema bereits beschäftigt. Sich natürlich oft sehr gesorgt und manches Mal wohl auch Witze gerissen. Dass Männer bereits bei einer leichten Erkältung an ihr nahes Ende glauben und vor allem umsorgt und bedauert werden wollen, ist die eine, in Familien und der Partnerschaft oft erlebte Seite. Die andere, gefährliche Wirklichkeit ist die, dass sich Männer zweifellos zu wenig um ihre Gesundheit und ihre Lebensweise kümmern, wie die DAK-Gesundheit bereits im Gesundheitsreport „Risiko Mann“ feststellte.

Um die Gesundheit kümmern
Auch wenn sich in den vergangenen Jahren doch auch aufgrund der Aufklärung viel getan hat, so wissen immer noch viele Frauen aus eigener Erfahrung mit ihrem „Göttergatten“: Den Zusammenhang von gesunder Lebensweise und einer folgenden Krankheit kriegen Männer im Kopf oft irgendwie nicht zusammen. Dass nur gesund bleibt, wer sich auch um seine Gesundheit und den Körper kümmert, dass im Umkehrschluss mangelnde Gesundheitsvorsorge und schlechte Gewohnheiten zu Gesundheitsrisiken führen – dies ist vielen Männern auch von Frauen zweifellos schwer zu vermitteln.

Dringend zur Vorsorge
„Männer bringen lieber ihr Auto zum TÜV, als sich selbst zur Vorsorgeuntersuchung“, weiß der Arzt und Männerexperte Volker Wittkamp. Beispiel Prostatakrebs: Nur jeder vierte Mann geht nach eigener Aussage zur Vorsorge, aber mehr als 63.000 Männer erkranken nach Angaben der Deutschen Krebsgesellschaft jedes Jahr allein am Prostatakarzinom. Eine Frau sollte ihren Partner gerne mit Nachdruck an die Vorsorge erinnern – nicht nur die Prostata, sondern auch Darm und Haut betreffend. Und idealerweise gleich die Arzttermine machen, damit es nicht bei der Erinnerung bleibt.

Es muss ja nicht gleich Yoga sein …
Den Sport mögen Männer besonders gern: montags 2. Liga, von Dienstag bis Donnerstag Champions League und Euro-League, ab Freitag endlich wieder Bundesliga. Und die eigene Fitness? Nun, ein „kleines Bäuchlein“ können auch viele Frauen noch akzeptieren. Aber zu viel Speck auf den Rippen wirkt negativ auf Organe und den Stoffwechsel, ernsthafte Erkrankungen wie Diabetes und Herz-Kreislauf-Probleme drohen. Deshalb ist persönliche Fitness angesagt, eine gemeinsame Aktivität wie zum Beispiel Yoga muss es aber nicht sein: „Nur wer die richtige Sportart für sich persönlich findet, bleibt langfristig auch am Ball und nutzt so seiner Gesundheit“, so der Rat unseres DAK-Experten Volker Wittkamp. Und, nicht immer, aber immer öfter: Wenn dann noch die Currywurst und die Hackfleisch-Pfanne einem mediterranen Gericht (mit viel Gemüse und gesundem Olivenöl!) weicht, ist für die Frau als Gesundheitsmanagerin des Mannes schon viel gewonnen.                                                                                                                                                                                                                            Rüdiger Straub

                                                                                                                                       

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Volker Wittkamp klärt auf

Ob Erektion, Geschlechtskrankheiten oder Viagra: In den Videos von Volker Wittkamp geht's um Themen, die Männer (und Frauen) interessieren  –  jede Woche auf Facebook und hier im Magazin. Außerdem erklärt der Arzt, Männerexperte und Buchautor („Fit im Schritt“) im Interview, wann Mann zum Arzt gehen sollte – und worauf man bei der Wahl des Urologen achten sollte.