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Gesundheit & Fitness

Fasten in Zeiten von Corona

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Die Corona-Pandemie fühlt sich für viele Menschen wie ein einziger großer Verzicht an. Verzicht auf Kontakte, Restaurantbesuche, Reisen und so vieles mehr. Sollen wir da in der Fastenzeit auch noch auf die heißgeliebte Schokolade verzichten, die uns die Zeit zu Hause versüßt? 

Die Wochen zwischen Aschermittwoch und Ostern gelten traditionell als Fastenzeit, in der 40 Tage lang auf tierische Lebensmittel oder geliebte Genussmittel verzichtet wird. Doch nicht nur bei religiösen Menschen ist Fasten ein Thema. Knapp zwei Drittel der Deutschen haben schon mindestens einmal bewusst für längere Zeit auf Genussmittel oder Konsumgüter verzichtet, das hat eine aktuelle repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag der DAK ergeben. Das ist ein Anstieg um 25 Prozent seit der ersten Erhebung zu diesem Thema im Jahr 2012. Die große Mehrheit der Befragten hält eine Fastenzeit aus gesundheitlicher Sicht für sinnvoll. Am größten ist dabei der Wunsch auf Alkoholverzicht (73 Prozent) gefolgt von Süßigkeiten (68 Prozent) und Fleisch (56 Prozent).

Fasten in der Pandemie?

Eine Mehrheit von 86 Prozent der Befragten meint, dass die Corona-Pandemie keinen Einfluss darauf hat, ob und in welchem Umfang sie in diesem Jahr fasten möchten. Auch rückblickend nimmt die Mehrheit wenig Veränderungen im persönlichen Gesundheitsverhalten wahr. Mehr als ein Viertel der Befragten gibt an, dass sie sich seit Beginn der Corona-Pandemie insgesamt weniger gesund verhalten haben als zuvor. 17 Prozent meinen, dass sie sich gesünder verhalten haben. Für 55 Prozent der Befragten hat sich im Großen und Ganzen nichts verändert.

Weiter im Trend ist auch der zeitlich begrenzte Rückzug aus der Online-Welt, das sogenannte Digital Detox. 27 Prozent der Befragten geben an, sie würden in diesem Bereich am ehesten Verzicht üben wollen. Nach einem Rückgang im vergangenen Jahr ist das fast wieder der Wert, der vor der Pandemie ermittelt wurde. Verstetigt hat sich der Trend, für eine Weile aufs Autofahren verzichten zu wollen. Dies geben wie im Vorjahr 24 Prozent der Befragten an.

Von Fleischverzicht bis Plastikfasten

Haben Sie sich schon entschieden, ob Sie in diesem Jahr fasten möchten? Auf etwas zu verzichten, ist eine gute Gelegenheit, sich bewusst auf Wichtiges zu besinnen. Gerade in Zeiten von Corona kann das besonders wohltuend sein. Neben der Möglichkeit, dem Körper etwas Gutes zu tun und ihn zu reinigen, zum Beispiel durch Intervallfasten oder den bewussten Verzicht auf Alkohol, Süßigkeiten oder Fleisch, gibt es auch noch zahlreiche alternative Fastenformen, zum Beispiel Plastik- oder Smartphonefasten. Wir wünschen viel Freude beim Ausprobieren.

Nina Alpers