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Balance schaffen

Frisch für den Frühling: Tipps für den Frühjahrsputz

Die Sonne scheint in unsere Wohnungen und macht Dreck auf Fenstern, Staub auf Regalen und in vergessenen Ecken sichtbar.
Nun ist es Zeit für die alljährliche Putzaktion, um Ihr Zuhause ebenso glänzen zu lassen wie die Natur die frühlingsfrischen Wiesen.

Doch woher kommt der Brauch des Frühjahrsputzes eigentlich? Ist er etwa eine Marketing-Erfindung der Putzmittel-Branche? Tatsächlich gibt es das Großreinemachen schon sehr lange – vielleicht sogar schon seit der Zeit der alten Römer. Sicher ist: Schon vor vielen Jahren säuberten Menschen in nördlichen Breiten die nach der kalten Zeit von Kohleöfen verrußten Räume. Gleichzeitig machten sie ihr Haus damit auch bereit fürs Osterfest. So passt der Frühjahrsputz auch gut zur Fastenzeit: Wir entschlacken unseren Körper und werden Überflüssiges aus dem Kopf und unseren vier Wänden los. Damit kehren wir auch im Wortsinne den Winter aus und befreien uns von dem, was sich in der letzten Zeit angesammelt hat.

Putzen als neuer Trend?
Während inzwischen fast alles, was man im Haushalt so anstellen kann, zum „Do-it-yourself“-Trend erklärt wurde, tut sich das Putzen noch schwer damit, trendig zu werden. Diese Tätigkeit wird meist unerwähnt gelassen, von einigen als peinlich betrachtet und wenn möglich auf Putzhilfen ausgelagert. Dabei tut uns putzen gut! Das Säubern, Aufräumen und Ausmisten hat einen positiven psychologischen Effekt – wir sind danach stolz auf das, was wir geschafft haben. Die sofort sichtbaren Ergebnisse helfen uns auch dabei, eine innere Ordnung zu schaffen. Also: Nutzen Sie die Energie des Frühlings und schnappen Sie sich Lappen und Eimer!

Checkliste oder der Nase nach?
Wenn Sie gar nicht wissen, wo Sie anfangen sollen? Unser Tipp: Legen Sie eine Checkliste mit allen Aufgaben an. Beim gemeinsamen Putzen kann jeder das abhaken, was er erledigt hat, und sich über den Fortschritt freuen. Die Liste ist aber kein Muss – Sie können sich auch einfach Stück für Stück durch die Zimmer arbeiten. Je nachdem, ob Sie gern vorab alles durchplanen oder spontan im eigenen Rhythmus arbeiten – die Hauptsache ist, Sie fangen an! Vor dem Putzen: Schauen Sie nach, ob Sie noch alles Nötige im Haus haben. Kaufen Sie bei Bedarf noch ein, damit sie später dranbleiben können, wenn Sie einmal so richtig in Schwung sind. Eine perfekte Vorbereitung ist auf jeden Fall ein gutes Frühstück für die nötige Energie. Danach starten Sie erst einmal mit dem Aufräumen – so haben Sie freie Bahn zum Staubwischen, Saugen und Schrubben.

Natürliche Inhaltsstoffe statt Chemiekeule
Denken Sie an Handschuhe – Ihre Hände werden sich über den Schutz freuen. Generell gilt: Achten Sie darauf, welcher Reiniger für welche Oberflächen geeignet ist. Denn nicht alle Böden sind säure- oder scheuermittelbeständig. Verwenden Sie Putzmittel in möglichst geringen Mengen. Zu viel des Guten hinterlässt Schlieren und belastet Abwasser und Geldbeutel unnötig. Außerdem: Viel Sprühreiniger und scharfes Putzmittel sind nicht gut für die Atemwege. Für die meisten Aufgaben reichen einige Tropfen Spülmittel oder Allesreiniger in einem Eimer Wasser aus. Auch viele Hausmittel wie Essig und Natron sind erstaunlich effektiv und günstig. Achten Sie auf die Umweltverträglichkeit von Putzutensilien und greifen Sie besser zu Reinigern mit natürlichen Inhaltsstoffen.

Hier sind unsere Reinigungs-Tipps:

Hausmittel wirken Wunder

Essig oder Zitronensäure helfen wunderbar beim Entkalken in Küche und Bad. Eine Mischung aus Natron und Wasser reinigt Fenster und Kühlschrank. Geheimtipp für verkrustete Stellen im Backofen: Paste aus Waschsoda und warmem Wasser auftragen und über Nacht einwirken lassen.

Saubere Fenster lassen die Sonne herein

Blitzblanke Fenster sind gar nicht schwierig. Besonders praktisch ist ein Abzieher – diesen gibt es auch als Kombi-Gerät mit einer Seite zum Einseifen. Warmes Wasser, ein wenig Spülmittel im Wasser genügen. Mit etwas Übung putzen Sie wie ein Profi: Ziehen Sie die Scheiben in schlangenförmigen Linien ab. So vermeiden Sie Streifen auf dem Glas und lästiges Nachpolieren. Tipp: Nicht bei direktem Sonnenschein putzen, sonst trocknet die Scheibe noch vor dem Abwischen. Falls Sie Gardinen haben, freuen diese sich ebenfalls über eine schonende Reinigung.

Vergessene Ecken

Auch in der Küche: Die Schränke nicht nur von außen, sondern auch von innen abwischen. Neben Regalen können Sie bei der Gelegenheit auch Lampen und Heizkörper abstauben. Das Sofa sollten Sie absaugen oder den Bezug waschen – auch die Bettdecken gut lüften und wenn möglich, waschen. Wichtig: Achten Sie immer auf die Herstellerangaben zur Pflege.

Drei Kisten helfen beim Sortieren

Der Frühjahrsputz ist auch die richtige Gelegenheit zum Aussortieren. Dieser Tipp funktioniert für Küche und Kleiderschrank. Stellen Sie sich drei Kisten auf und ordnen Sie jedes Teil in eine der Kategorien ein.
1: Diese Sachen geben Sie weg. 2: Das möchten Sie behalten. 3: Dabei sind Sie nicht sicher – schauen Sie in einem Jahr, ob Sie diese Dinge gebraucht oder vermisst haben und sonst weg damit! Im Kleiderschrank hängen Sie zum Schluss Zedernholz oder Lavendel auf – das bringt frischen Duft und schützt die Garderobe.

Dekorieren und Ergebnis genießen

Gönnen Sie sich ein bisschen neue Deko oder probieren Sie aus, wie Dinge an einem anderen Platz wirken. Wenn Sie mögen, stellen Sie sogar ein paar Möbel um – das gibt Ihnen eine neue Perspektive und wirkt frisch und neu. Bleiben Sie nach jedem Raum bewusst stehen und nehmen Sie wahr, was Sie schon geschafft haben. Das macht glücklich und motiviert für den nächsten Schritt. Ganz wichtig bei der Aktion ist natürlich auch die richtige Atmosphäre – mit der richtigen Musik klappt das wunderbar. Lassen Sie einfach Ihre Lieblingsplaylist laufen und singen Sie mit. Sie werden sehen: So macht der Frühjahrsputz richtig Spaß!

Julia Dempewolf