Leisure Sickness: Krank statt Feierabend
Professionell arbeiten

Krank statt Feierabend

Wenn am Wochenende nichts mehr geht

Kaum ist die Arbeitswoche um, stellt sich ein Kratzen im Hals ein. Kopfschmerzen kommen hinzu, und schließlich geht nichts mehr. Wer am Wochenende krank wird, fühlt sich doppelt bestraft. Die Vorfreude auf zwei freie Tage wird jäh durchkreuzt. Statt Freizeitspaß ist Betthüten angesagt.

Gerade im Herbst, wenn sich Erkältungen und grippale Infekte ausbreiten, trifft es wieder vermehrt Berufstätige. Auch zum Wochenende, wenn der Stress der Arbeitswoche ein Stück weit abfällt und wir uns eigentlich entspannen wollen. Wir haben die wichtigsten Fragen und Antworten rund um den Krankheitsfall am Wochenende zusammengefasst.

 

Krank am Wochenende

Sind Sie schon einmal krank zur Arbeit gegangen?

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Krank zur Arbeit

Laut DAK-Gesundheitsreport schleppen sich fast zwei Drittel der Arbeitnehmer zwischen 25 und 40 Jahren mit Gesundheitsproblemen zur Arbeit. Was gut gemeint ist, kostet den Arbeitgeber allerdings bares Geld. Denn wer krank ist, ist weniger produktiv und steckt gegebenenfalls sogar seine Kollegen an.

Richtig verhalten während der Erkrankung

Arbeitnehmer müssen sich so verhalten, dass sie möglichst bald wieder gesund werden. Dabei ist alles erlaubt, was die Genesung nicht gefährdet oder auch verzögert. Das Einkaufen von Lebensmitteln ist grundsätzlich erlaubt. Es sei denn, der Arzt hat absolute Bettruhe verordnet. Gleiches gilt für Spaziergänge an der frischen Luft. Sportliche Aktivitäten sollten mit dem Arzt abgesprochen werden. Je nach Erkrankung können diese heilungsfördernd sein, etwa bei Rückenbeschwerden. Kino und Restaurantbesuche sind von der Erkrankung abhängig. Hingegen ist es nicht erlaubt, mit einer Bronchitis in einer Kneipe zu sitzen. Wer sich nicht daran hält, riskiert eine Abmahnung oder gar eine fristlose Kündigung. Reisen sind vertretbar, wenn sie den Heilungsprozess nicht gefährden. Eine geplante Reise muss aber mit dem Arbeitgeber oder der Krankenkasse abgesprochen werden, je nachdem, wer während der Erkrankung Zahlungen leistet. Sonst droht die Einstellung der Lohnfortzahlung beziehungsweise des Krankengeldes.  

Nina Osmers, Dr. Christoph Prang