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Balance schaffen

Mit Sprungkraft ins Glück!

Fast so schön wie fliegen: Trampolinspringen macht Spaß, glücklich und hat einen großen Trainingseffekt. Lesen Sie, was die Trendsportart so reizvoll macht und was in punkto Verletzungsgefahr zu beachten ist.

Das Leben kann sich so leicht anfühlen. Beim Hüpfen einfach abheben – nur fliegen ist schöner. Kein Wunder, dass Trampolinspringen im Trend liegt. Nicht nur auf Spielplätzen, in Trampolinparks und im Garten. Jumping-Fitness ist auch in vielen Studios angesagt.

Glücklichmacher mit Trainingseffekt

Die neue Trendsportart macht nicht nur glücklich, weil Noradrenalin und Dopamin ausgeschüttet werden. Sie ist für den gesamten Körper äußerst effektiv: Das Hüpfen auf den Sprungmatten fördert die Koordination, die Balance und stärkt die Rumpfmuskulatur. Der schnelle Wechsel zwischen Be- und Entlastung regt den Stoffwechsel an und verbrennt Kalorien.

Auch die für die Körperhaltung so wichtige Tiefenmuskulatur wird beim gelenkschonenden Hüpfen trainiert. Sie kommt vor allem bei Übungen zum Einsatz, in denen der Körper stabilisiert werden muss. Ein instabiler Untergrund wie das Trampolin ist dafür das perfekte Gerät: Der Körper versucht auszugleichen – und aktiviert die tiefe Muskulatur.

Obacht beim Abheben

Allerdings ist Trampolinspringen vor allem für Kinder nicht ganz ungefährlich. Besonders wenn ein größeres und ein kleineres Kind gemeinsam hüpfen, steigt die Verletzungsgefahr. Denn durch das Gewicht des schwereren wird das leichtere Kind regelrecht in die Luft katapultiert. Im schlimmsten Fall landet es entweder auf dem harten Rand oder dem Boden.

Dadurch kann es zu Brüchen von Ellenbogen oder Schienbein kommen, die Wirbelsäule wird gestaucht, bis hin zu Schädel-Hirn-Traumata und Schädelbruch. „Vor allem Kinder sollten grundsätzlich alleine hüpfen. Am besten die Eltern bleiben am Rand stehen, um schnell eingreifen zu können“, rät DAK-Fitness-Expertin Simone Rohkohl.

Auch wenn es sich auf den ersten Hüpfer nicht so anfühlt – das Training ist auch für Erwachsene anspruchsvoll. Wer Probleme mit dem Rücken, der Hüfte oder den Knien hat, sollte seine Ärztin zu Rate ziehen. Wenn sie das OK gibt, spricht nichts mehr dagegen, mit einem Lächeln auf den Lippen abzuheben.

Sabine Henning

Eine aktuelle Studie legt nahe, dass das absichtsvolle Hüpfen sogar dem Joggen überlegen sein könnte. Türkische Forscher schickten ein Dutzend Probanden im Alter um die 20 auf Trampoline und ins Rennen. Nach rund zwei Monaten zeigte sich: Die Hüpfer hatten im Vergleich zu den Joggern mehr Gewicht verloren, mehr Sauerstoff verarbeitet und an Sprungweite hinzugewonnen.

Mit diesen Tipps können Sie Verletzungen vermeiden

  • Ein Fangnetz schützt vor Verletzungen, dessen Tür sollte beim Springen geschlossen bleiben
  • Ist kein Sicherheitsnetz vorhanden, halten Sie einen Sicherheitsabstand von 2,5 Metern zu allen Hindernissen ein
  • Montieren Sie keine Leiter
  • Stellen Sie das Trampolin auf weichen Untergrund (Gras, Sand, Rindenschnitzel)
  • Es sollte immer nur eine Person auf dem Trampolin turnen
  • Legen Sie Schmuck und ähnliche Gegenstände vorher ab
  • Kauen Sie keine Kaugummis und lutschen Sie keine Bonbons während des Springens
  • Schuhe und Bälle sollten draußen bleiben, am besten springt es sich barfuß
  • Springen Sie immer in der Mitte des Trampolins
  • Bei Kindern sollte stets ein Erwachsener zugegen sein