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Ernährung & Rezepte

Obst und Gemüse: frisch, tiefgekühlt oder aus der Dose?

Wenn in der kalten Jahreszeit das Angebot an heimischem Obst und Gemüse kleiner wird, stellt sich schnell die Frage, ob wir lieber zu Tiefkühl-Früchten aus Deutschland oder der frischen Importware aus Übersee greifen sollten. Und wie sieht es eigentlich mit Gemüse aus der Dose aus? Sind da überhaupt noch Vitamine drin? Wir wagen den Vergleich.  

Frisches Obst und Gemüse sind das Beste für eine gesunde Ernährung – das haben viele von uns so gelernt. Doch stimmt das tatsächlich und lässt sich das überhaupt so pauschal sagen? Leider nein! Denn frisches Gemüse ist nicht gleich frisches Gemüse. Ideal ist es natürlich, wenn unsere Karotte direkt vom Feld im Topf landet, doch das ist in den seltensten Fällen so. Zwischen Ernte und Verarbeitung liegt oft eine lange Lagerungszeit, sodass frische Ware schnell an Kraft verlieren kann. Kommen dann auch noch lange Transportwege hinzu, weil das Obst und Gemüse aus fernen Ländern importiert wird, sind die Vorteile der frischen Lebensmittel schnell dahin. Zumal auch nur reif geerntete Produkte über die volle Bandbreite an Vitaminen und Mineralstoffen verfügen. Früchte, die unreif geerntet werden und erst beim Transport nachreifen, können da nicht mithalten. Außerdem werden bei regionalen und saisonalen Produkten oftmals auch weniger Pflanzenschutzmittel verwendet. Kurz heißt das: Frisches Obst und Gemüse sollte möglichst regional und saisonal sein.

Tiefkühl- und Dosenkost: eine sinnvolle Alternative?

Lange war Tiefkühlkost wegen ihres Nährstoffgehaltes verschrien. Doch inzwischen ist klar, dass Obst und Gemüse, das noch auf dem Feld schockgefrostet wird, kaum Zeit hat, Nährstoffe zu verlieren. Der Vitaminverlust bei Tiefkühlware ist also sehr viel geringer als bisher angenommen. Allerdings sollte man beim Kauf darauf achten, zu reinen Obst- und Gemüseprodukten zu greifen. Je weiter ein Produkt verarbeitet ist, desto mehr Zusatzstoffe sind enthalten. Besser ist es zum Beispiel, Erdbeeren zu kaufen, die nicht zusätzlich gesüßt sind, und purem Spinat dem Vorzug vor Rahmspinat zu geben. Dann kann man bei der Zubereitung selbst entscheiden, wie viel Zucker, Sahne oder Salz man hinzufügen möchte. Die Nährwerte von Dosenkost liegen zwar unter denen von Tiefkühlware und erntefrischem Gemüse, aber gerade bei Tomaten sind Konserven eine gute Alternative. Im Vergleich zu frischen Tomaten enthalten sie mehr Lycopin, ein sekundärer Pflanzenstoff, und sind damit der frischen Tomate überlegen. Ein großer Nachteil bei Dosenkost sind die Zusatzstoffe. Es werden in der Regel Stabilisatoren, Gewürze und oft auch Zucker hinzugefügt. Hier sollte man genau schauen, was eigentlich in der Dose drin ist.

 

Fazit

Saisonal und regional einzukaufen ist der Schlüssel zu einer gesunden Ernährung. Hat das heimische Obst und Gemüse gerade keine Saison, ist der Griff in die Tiefkühltruhe die bessere Alternative zu Importware. Hier sollte jedoch ebenso wie bei Dosenkost auf eventuelle Zusatzstoffe geachtet werden.

Nina Alpers