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Gesundheit & Fitness

Polymedikation: Tipps für die Einnahme mehrerer Arzneien

So vermeiden Sie Wechselwirkungen
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Nehmen Sie mehrere verschiedene Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel? Dann sollten Sie sich gut über mögliche Neben- und Wechselwirkungen informieren. Wir erklären Ihnen, was Sie beachten müssen.  

Insbesondere ältere und chronisch kranke Menschen nehmen oftmals mehrere Medikamente parallel ein. Das kann erhebliche Risiken bergen, vor allem, wenn noch rezeptfreie Präparate und Nahrungsergänzungsmittel hinzukommen. Verträgt sich mein Rheumamittel mit dem Hustensaft gegen die Bronchitis? Kann ich trotz Blutverdünner bedenkenlos ein Nasenspray gegen Heuschnupfen nehmen? Und wie steht es mit den Zink- und Vitamin-D-Tabletten? Beim Studieren der verschiedenen Packungsbeilagen kann man schnell durcheinanderkommen.

Anspruch auf Medikationsplan
Um bei der Einnahme den Überblick zu bewahren, haben Patienten, die dauerhaft drei oder mehr verordnete Medikamente einnehmen, seit 2016 den Anspruch auf einen Medikationsplan. Dieser Plan wird vom behandelnden Arzt erstellt und bietet eine vollständige Übersicht über alle einzunehmenden Medikamente – verschreibungspflichtige und rezeptfreie. Der Plan sollte bei jedem Arzt- und Apothekenbesuch vorgelegt und immer neu angepasst werden.

Einnahmehinweise beachten
Wichtig ist auch sich an die genauen Einnahmehinweise zu halten. Ein Präparat muss am Morgen, ein anderes besser am Nachmittag und wieder ein anderes stets mit den Mahlzeiten eingenommen werden. Trotz Medikationsplan gibt es weiterhin eine Menge zu beachten. Versuchen Sie an alle Hinweise zu halten, Abweichungen können die Wirksamkeit der Medikamente beeinflussen.

Nina Alpers