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Schluss mit Zigaretten! Sie haben es geschafft

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Jürgen Gentz (75) und Matthias Hadwiger (35) sind Nichtraucherhelden. Beide haben mit dem gleichnamigen Online-Programm ihre Sucht besiegt. Jetzt fühlen sie sich so fit und gesund wie lange nicht.

Seine letzte Zigarette hat Jürgen Gentz (75) am 1. Mai geraucht. Nach 50 Jahren soll nun Schluss sein mit dem Nikotin. Fest steht: Dieser Tag wird in die Familiengeschichte eingehen. Denn Jürgen Gentz ohne Zigarette in der Hand? Das war über Jahrzehnte einfach undenkbar. „Mit 18 Jahren habe ich angefangen zu rauchen. Im Nachhinein würde ich sagen: Es war das Dümmste, was ich hätte machen können. Aber damals gehörte es einfach dazu“, erzählt der Lübecker. Nun ist er ein Nichtraucherheld und möchte anderen mit seiner Geschichte Mut machen. Denn wenn er es schafft, nach einem halben Jahrhundert zum Nichtraucher zu werden, dann schaffen andere das auch, meint der 75-Jährige.

Zigarette war Gewohnheit
Mit dem Programm Nichtraucherhelden hat sich Jürgen Gentz das Rauchen nach und nach abgewöhnt. Tag für Tag hat er sich dem Ziel genähert: keine einzige Zigarette mehr. Und, das gibt er offen zu: Einfach war es nicht. Denn mit dem Rauchen hatte der ehemalige Außendienstmitarbeiter so manche Pause zwischen zwei Kundenterminen gefüllt. „Obwohl es mir eigentlich gar nicht geschmeckt hat, habe ich zur Zigarette gegriffen. Es war schlicht Gewohnheit und auch Langeweile“, erinnert sich der Senior. Das Problem: Selbst im verdienten Ruhestand handelte er weiter so. Auch zehn Jahre nach der Pensionierung qualmte er noch. Nun aber nicht aus Langeweile, sondern weil es schon immer so war. „Außerdem haben viele, die aufgehört haben, ordentlich zugenommen. Weil sie nun zur Schokolade greifen und nicht zur Zigarette. Und das wollte ich ja auch nicht“, sagt Gentz.

Den Teufelskreis durchbrechen
Dass Rauchen viel mit Gewohnheit zu tun hat, weiß mittlerweile auch Matthias Hadwiger. Vorherige Versuche, mit dem Rauchen aufzuhören, waren gescheitert. Zuvor hatte er ein Buch zum Thema gelesen, geholfen hat es nicht. Die persönliche Ansprache fehlte, der Austausch mit Gleichgesinnten und die kontinuierliche Begleitung durch Experten. Seitdem der 35-Jährige am Programm Nichtraucherhelden teilnimmt, bleibt er am Ball. Ihm sind viele Zusammenhänge klar geworden. „Plötzlich habe ich gemerkt, dass vieles, was ich tue, mit einer Zigarette verbunden ist. Der erste Kaffee morgens, der Gang zum Auto und vieles andere“, sagt er. „Diesen Teufelskreis muss man durchbrechen“, weiß er heute. Mit 15 Jahren hat er das erste Mal zur Zigarette gegriffen, rauchte bis zu einer Schachtel am Tag. Der heutige Nichtraucherheld Jürgen Gentz brachte es sogar auf zwei Schachteln täglich.

Beide Männer sind bei der DAK-Gesundheit versichert und haben das Programm in der fit! entdeckt. In ihrem Umfeld waren sie nicht allein mit ihrer Sucht. In der Familie und im Freundeskreis gab es viele Raucher. Eine Verwandte von Jürgen Gentz hatte sogar einen Zigarettenladen. „Vor Kurzem habe ich einen lieben Freund verloren. Ihn hat das Rauchen krank gemacht“, erzählt der Lübecker und fügt hinzu: „Der Druck, aufzuhören, ist nach und nach gestiegen.“ Mittlerweile haben so viele in der Familien den Absprung geschafft, dass der 75-Jährige jetzt fast der einzige ist, der noch raucht. Und ein ungesunder Außenseiter – das möchte Jürgen Gentz nicht sein.

Ein befreites Gefühl
Die Geburt seines Sohnes hat Matthias Hadwiger zum Umdenken gebracht. „Seit Leo auf der Welt ist, möchte ich ihm ein Vorbild sein. Deshalb habe ich mit dem Rauchen aufgehört“, erzählt der Industriekaufmann. Seine letzte Zigarette hat er am 8. Februar geraucht. „Ich hatte vorher Angst vor Entzugserscheinungen, war andererseits aber auch sehr gespannt, was nun passieren würde. Am Ende war es einfach ein sehr befreiendes Gefühl“, erinnert sich Matthias Hadwiger.

Wieder durchatmen können
Die Folgen spürte der Familienvater schnell und sie waren durchweg positiv. Der Raucherhusten, der ihn früher quälte, war schon nach zwei Tagen weg. Auch die Kondition des 35-Jährigen wurde rasch wieder besser. Vorbei die Zeiten, als er schnell aus der Puste war. Heute ist selbst Fußballspielen locker wieder möglich. Das bemerken auch seine Freunde und kommen ins Grübeln. Wenn man es tatsächlich schaffen kann, zum Nichtraucherheld zu werden, sollten sie es dann nicht selbst auch versuchen? „Ich bin glücklich, dass ich für viele zum Vorbild geworden bin. Das hätte ich mir früher nie träumen lassen“, sagt Matthias Hadwiger.

Der 75-jährige Jürgen Gentz ist zum passionierten Gärtner geworden. Statt zu rauchen, schnappt er sich heute eine Harke und vertreibt sich die Zeit zwischen den Beeten. „In der Natur bin ich abgelenkt und denke gar nicht an Zigaretten“, sagt er. Mittlerweile glaubt sogar seine Familie an seinen langfristigen Erfolg.

Tägliche Coaching-Videos
Tipps, wie man zum Nichtraucherhelden wird und sich an ein Leben ohne Nikotin gewöhnt, haben beide im Online-Programm bekommen. Täglich schauen sich beide Coaching-Videos an, chatten mit anderen Mitstreitern oder machen vor dem PC sportliche Übungen. „Das Programm ist sehr hilfreich und unterstützt wirklich sehr. Aber fest steht auch: Man muss es selbst wirklich wollen. Dann klappt es auch“, sagt Jürgen Gentz.

Mit dem Zigarettengeld nach Kanada
Nichtraucherheld Matthias Hadwiger möchte Noch-Raucher motivieren und sagt: „Wenn man aufhört zu rauchen, fehlt einem nichts. Im Gegenteil, man gewinnt etwas: Gesundheit! Und Geld.“ Sein Sparschwein ist mittlerweile gut gefüllt. Von dem Geld, das er früher für Zigaretten ausgegeben hat, möchte er nun mit der Familie in Urlaub fahren – mit dem Wohnmobil durch Kanada. Auch Jürgen Gentz möchte vom früheren Zigarettengeld auf Reisen gehen. Das Ziel: Nordland in Norwegen. Am Geld wird es nicht scheitern. „Weil ich nicht mehr rauche, spare ich gut 2.000 Euro im Jahr. Das ist doch unglaublich, oder?“

Matthias Hadwiger (35) hat für seine Frau Simone (34) und Sohn Leo (2) mit dem Rauchen aufgehört. Die Familie war auch für Jürgen Gentz eine große Stütze.

Susanne Holz

So werden Sie Nichtraucherheld

NichtraucherHelden.de ist das Online-Programm zum Rauchausstieg. Die Kurskosten werden von der DAK-Gesundheit zu 100 Prozent übernommen. Durch Coaching-Videos und ergänzende Übungen werden die Teilnehmer Schritt für Schritt auf den Rauchstopp vorbereitet. Nach der letzten Zigarette folgen drei Monate Begleitung. Dazu gehören auch Fitnessvideos zum Mitmachen sowie zahlreiche gesunde Rezepte. Weitere Vorteile: Austausch mit Gleichgesinnten und Kursleitern, Betreuung durch Experten. Jeder nutzt das Programm dann, wenn er Zeit hat, die Inhalte stehen jedem Teilnehmer sechs Monate zur Verfügung.