Sehnsucht nach Wärme? Ab in die Sauna!
Balance schaffen

Sehnsucht nach Wärme? Ab in die Sauna!

Wenn es draußen nass und kalt ist, sehnen wir uns nach dem leichten Leben. Dafür muss man nicht erst in die Sonne fliegen: Viele Schwimmbäder bieten eine Vielzahl an unterschiedlichen Saunen und Dampfbädern an. Je nachdem, ob man es eher heiß und trocken mag oder feuchtwarmes Klima bevorzugt. Und so ein Kurztrip in die Wärme lässt sich entspannt in den Alltag einbauen.

Was passiert beim Saunabaden im Körper?
Saunabaden wirkt wie eine Trainingseinheit auf das Herz-Kreislauf-System: Um den Körper auch bei hohen Umgebungstemperaturen nicht zu überhitzen, pumpt das Herz verstärkt Blut in Arme und Beine. Die Gefäße weiten sich, der Blutdruck sinkt. Gleichzeitig wird die Haut besser durchblutet, die Poren öffnen sich und man fängt an zu schwitzen. Durch die Verdunstungskühle steigt die Körpertemperatur nur um ein bis zwei Grad Celsius an. Die Abkühlung nach dem Saunagang kehrt diesen Vorgang um: Bei Kälte ziehen sich die Gefäße zusammen und das Blut fließt verstärkt ins Körperinnere. Vor allem Menschen mit Venenproblemen können auf diese Weise ihre Gefäße stärken. Auch das Immunsystem wird durch den Wechsel von Hitze und Kälte mobilisiert. Vor allem der Nasen- und Rachenraum sowie die Bronchien werden so widerstandsfähiger gegen Keime.

Je stärker das Blut im Körper zirkuliert, desto besser werden Muskeln, Haut und Schleimhäute mit wichtigen Nährstoffen und Sauerstoff versorgt. Schadstoffe werden zugleich abtransportiert oder einfach ausgeschwitzt. In der Wärme entspannen sich Körper und Geist: Während Hitze die körpereigene Wärmeregulation aktiviert, lockern sich die Muskeln und auch das Gehirn schüttet vermehrt Glückshormone, sogenannte Endorphine, aus. Was uns eben noch gequält hat, rückt mit einem Mal in weite Ferne.

 

 

Saunabesuche sind eine gute Vorsorge gegen Erkältungen

Welche Sauna-Arten gibt es?

Saunabaden – so geht’s richtig

Die meisten Schwimmbäder verfügen über eine eigene Saunalandschaft. Doch was gilt es beim Saunabaden zu beachten? Ein entspannter Abend beginnt mit der passenden Ausrüstung: Neben einem großen Badetuch und Badeschuhen sollte man unbedingt etwas zu trinken einpacken – bestenfalls Mineralwasser oder Tee. Der Körper verliert pro Saunagang rund einen halben Liter Flüssigkeit. Betreten Sie die Sauna stets frisch geduscht. Einerseits aus hygienischen Gründen, andererseits, um den Körper langsam vorzuwärmen. Wer völlig durchgefroren in die Sauna geht, belastet seinen Kreislauf unnötig stark. Zudem sollte man die Sauna trocken betreten. Nasse Haut schirmt die Wärme der Sauna ab und verzögert das Schwitzen.

Saunabaden: So geht's richtig   Entspannung pur in Sauna und Hamam

Ein Saunagang sollte zwischen acht und zwölf Minuten dauern. Setzen Sie sich die letzten beiden Minuten auf und lassen Sie Ihre Beine baumeln. Achten Sie vor allem auf Ihr Körpergefühl und weniger auf die Uhr – ein Besuch in der Sauna dient der Entspannung. Nach jedem Gang erfolgt eine Abkühlung, sei es durch eine kalte Dusche, Kneipschläuche oder einen Aufenthalt im Freien. Hartgesottene können sich im Tauchbecken erfrischen. Achten Sie jedoch darauf, sich von den Extremitäten zur Körpermitte hin abzukühlen. So unterstützen Sie die Blutzirkulation am besten. Danach tut Ruhe besonders gut. Ein warmes Fußbad fördert den Temperaturausgleich im Körper. Dadurch können Sie starkes Nachschwitzen vermeiden. Machen Sie nie mehr als drei Saunagänge an einem Tag.

 

Finger weg von der Sauna, wenn ...

  1. … Sie Alkohol getrunken haben. Verzichten Sie auch während des Saunabesuchs auf alkoholische Getränke, um den Kreislauf nicht zu belasten.
  2. … Sie eine akute Infektion, Wunden, Fieber oder Erkältung haben. Auch bei chronischen Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Störungen, Asthma oder Nierenproblemen vorher unbedingt mit dem Arzt sprechen.
  3. … Sie Hunger haben oder übersättigt sind. Die letzte Mahlzeit sollte circa zwei Stunden zurückliegen.

Die wichtigsten Fragen

 

 

Julia Meier, Sabine Henning