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Der neueste Trend heißt Plastikfasten

Weg von der Plastikgesellschaft, hin zu Zero Waste. So funktioniert’s.
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Fasten wird in Deutschland immer populärer. Das zeigt eine aktuelle Umfrage der DAK-Gesundheit. Neben dem gezielten Verzicht auf Alkohol, Zucker und Co. liegen aber auch neue Formen des Fastens im Trend. Eine davon ist das Plastikfasten. Wir geben Tipps, wie auch Sie mitmachen können.

Die repräsentative Studie zeigt vor allem eins: Die Zahl der Fasten-Befürworter steigt stetig an. Waren es vor acht Jahren noch 53 Prozent der Deutschen, die einen mehrwöchigen Verzicht auf ein bestimmtes Genussmittel oder Konsumgut für sinnvoll erachteten, sind es nun 63 Prozent. Vor allem unter jungen Menschen ist der bewusste Verzicht weit verbreitet. Dabei möchten immer mehr Fasten-Fans auf Alkohol verzichten. Auch auf eine Abstinenz von Süßigkeiten und Fleisch legen die Deutschen wert. Immer öfter soll darüber hinaus auch der Computer aus bleiben: Mehr als jeder Vierte möchte in den kommenden Wochen Internet- und Computerfasten.

Plastikfasten und Zero Waste

Eine neue Form des Fastens ist das sogenannte Plastikfasten. Dabei geht es um einen Verzicht auf Plastik. Gerade für die Umwelt und die eigene Gesundheit birgt diese Form des Fastens einige Vorteile. Jeder Deutsche produziert durchschnittlich etwa 37 Kilogramm Plastikmüll im Jahr, Plastik ist einfach überall und umgibt uns in jeder Lebenssituation – vom Plastikstuhl, über den Kugelschreiber, bis hin zum Computer, der Plastikkomponenten enthält. Mit rund 14 Millionen Tonnen verbraucht in Europa kein anderes Land so viel Plastik wie Deutschland. Über sechs Millionen Tonnen Müll – das meiste davon Plastik – landen außerdem jedes Jahr im Meer.

Immer mehr Menschen erkennen, dass Plastik eines der größten Umweltprobleme unserer Zeit darstellt – und gehen gegen den immensen Plastikgebrauch aktiv vor. Die Vermeidung von Plastik leistet einen wichtigen Beitrag gegen Rohstoffverschwendung und Klimabelastung. Wir zeigen Ihnen, wie auch Sie Plastikfasten können.

5 Tipps für weniger Plastikverbrauch

Gegen die Überpräsenz von Plastik anzukommen gestaltet sich gar nicht so einfach. Von der Gurke bis zur Tiefkühlpizza ist alles in Plastik eingehüllt. Wir geben Ihnen fünf Tipps, wie Sie Ihren Plastikverbrauch dennoch einsparen können.

1. Einkaufstaschen parat haben
Damit Sie bei spontanen Einkäufen nicht immer Plastiktüten in Anspruch nehmen müssen, legen Sie einfach einen Einkaufsbeutel in Ihre Handtasche oder eine kleine Falttasche in Ihre Jackentasche.

 

 

2. Gläser statt Plastikdosen
Greifen Sie anstelle von Dosen und Aufbewahrungsboxen aus Plastik doch einfach zu Weck- und Schraubgläsern, um Essenreste aufzubewahren. Auch zum Einfrieren eignen sie sich optimal.

 

 

3. Lieber Mehrweg
Versuchen Sie, auf Einwegverpackungen zu verzichten und greifen Sie stattdessen zu Mehrwegbehältern aus Glas. Wenn Sie unterwegs sind, kaufen Sie besser keine Getränke in Plastikflaschen.

4. Kosmetik ohne Mikroplastik
Achten Sie darauf, dass in Ihren Kosmetikprodukten keine winzigen Plastikteilchen (so genanntes Mikroplastik) enthalten ist. Diese kommen zum Beispiel in Peelings, Duschgels oder Hautcremes vor.

 

 

5. Seife statt Duschgel
Seife ist nicht nur günstiger und hält langer, sondern pflegt auch besser und ist oft unverpackt erhältlich. Für empfindliche Haut empfehlen sich rückfettende Seifen, für Allergiker seifenfreie Waschstücke.

 

Laura Bottin