Was Schüler heute bewegt – Das DAK-Präventionsradar 2017
Zukunft gestalten

Was Schüler heute bewegt

Das Präventionsradar der DAK-Gesundheit klärt auf

Wie ticken Schülerinnen und Schüler heute? Welche Rolle spielen Alkohol und Tabak in ihrem Alltag? Fühlen Sie sich genauso gestresst wie Erwachsene? Diesen Fragen geht die DAK-Gesundheit mit dem Präventionsradar auf den Grund. 

Ein Ergebnis der Umfrage: In Deutschland haben mehr Kinder und Jugendliche Erfahrung mit Wasserpfeifen als bisher bekannt. Von den Schülern der Klassenstufen fünf bis zehn haben 22 Prozent schon einmal Shisha geraucht, in Klassenstufe zehn sogar fast jeder zweite. Kein ungefährlicher Spaß: In Wasserpfeifen wird der Tabak nicht direkt verbrannt, sondern bei niedrigen Temperaturen verschwelt. Dazu wird Wasserpfeifenkohle verwendet. Bei der Verbrennung der Kohle entstehen erhebliche Mengen an Kohlenmonoxid, ein hochgiftiges Gas, das man weder riechen noch sehen oder schmecken kann. In jüngster Zeit berichten Krankenhäuser von einer steigenden Zahl an Shisha-Rauchern, die sie wegen Kohlenmonoxid-Vergiftungen behandeln. Solche Vergiftungen sind lebensgefährlich.

Für das DAK-Präventionsradar wurden knapp 7.000 Schüler aus mehr als 400 Klassen der Jahrgangsstufen fünf bis zehn repräsentativ befragt. Die Ergebnisse finden Sie in unserer Slideshow:

 

Knapp 60 Prozent der befragten Schüler haben Erfahrungen mit Alkohol. Mehr als jeder zweite Zehntklässler hat schon einmal bis zum Rausch getrunken (59 Prozent).

Ein Viertel der Befragten konsumiert mehrmals pro Woche oder öfter Fastfood.

In der neunten und zehnten Klasse frühstückt nur noch jeder Zweite zu Hause.

Vier von zehn Schülerinnen haben oft Kopfschmerzen, mehr als ein Drittel schläft schlecht. Bei den Jungen gab gut ein Viertel an, häufig Kopfschmerzen zu haben.

Ein Viertel der Kinder gab an, schon einmal einen Energydrink getrunken zu haben. Bei den Zehntklässlern hat mit 84 Prozent die überwiegende Mehrheit schon einmal solche Getränke ausprobiert.

Jeder fünfte Konsument von Energydrinks gab an, die Wachmacher vor oder während der Schule zu trinken.

Fast jeder zweite Schüler (43 Prozent) leidet unter Stress.

Mädchen fühlen sich häufiger gestresst als Jungen: Während jede zweite Schülerin sehr oft oder oft Stress hat, sind es bei den Schülern nur 37 Prozent.

Achtung bei Schulstress!

Drei Fragen an Dr. Bernd Friedrich, Kinderarzt aus Hamburg

Welche Folgen hat Schulstress für die Gesundheit von Kindern?
Schulstress oder Stress allgemein löst häufig unspezifische Beschwerden wie Kopf- oder Bauchschmerzen, Schlafprobleme und Konzentrationsstörungen aus. Eine chronische Überforderung kann aber auch zu depressivem Verhalten, Ängstlichkeit und Reizbarkeit oder Aggression führen.

Wann sollten Eltern mit ihrem Kind zum Arzt gehen?
Das Wichtigste ist, dass Eltern mit ihren Kindern sprechen, um eine Stressbelastung früh zu erkennen. Wenn Sie Veränderungen im Verhalten Ihrer Kinder oder Symptome wahrnehmen, die Sie nicht einordnen können, sollten Sie diese hinterfragen und sich bei Bedarf Hilfe beim Kinderarzt holen.

Wie können Eltern ihre Kinder vor Schulstress schützen?
Manchmal reicht es schon, wenn Eltern sich mit ihren Kindern über Belastungen in der Schule austauschen, ihr Selbstvertrauen stärken und sie bei der Konfliktbewältigung unterstützen. Wichtig ist auch ausreichend Freizeit, die die Kinder selbst gestalten können. Sport trägt aktiv zum Stressabbau bei, ebenso entspannende Rituale.

 

 

DAK-Initiativen
für Kinder und Jugendgesundheit

Die DAK-Gesundheit engagiert sich mit mehreren Präventionsinitiativen für die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen:

Wir bewegen Kitas

Unsere Krankenkasse fördert mit „Wir bewegen Kitas“ die Motorik von Kindern ab zwei Jahren.

 

Schulkampagne fit4future

In der Schulkampagne fit4future machen sich die DAK-Gesundheit und Cleven-Stiftung für mehr Bewegung, gesunde Ernährung und Stressbewältigung in 2.000 Grund- und Förderschulen bundesweit stark.

 

Präventionsradar

Das neue DAK-Präventionsradar untersucht das körperliche und seelische Wohlbefinden sowie das Gesundheitsverhalten von Schülern zwischen zehn und 18 Jahren. Teilnehmende Schulen bekommen eine Auszeichnung.

 

„bunt statt blau“

Bereits seit neun Jahren läuft der Plakatwettbewerb gegen Rauschtrinken „bunt statt blau“. Über 87.000 Schüler haben daran bereits teilgenommen. Unterstützt werden die Kampagnen unter anderem vom Bundesgesundheitsministerium und der Drogenbeauftragten der Bundesregierung. Gemeinsam mit dem Uniklinikum Hamburg-Eppendorf untersuchen wir die Themen Internetsucht und Medienkompetenz. Weitere Informationen unter dak.de