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Balance schaffen

Wohltuende Bäder selber machen

Gönnen Sie sich eine Auszeit in der Wanne!

Nach einem langen, anstrengenden Tag, bei Erkältungen oder wenn es draußen so richtig kalt und ungemütlich ist: 20 Minuten in der Wanne zu liegen ist eine echte Wohltat. Mit den richtigen Zusätzen können Sie außerdem noch etwas für Ihre Gesundheit tun. Wir haben die besten Rezepte für Ihr wohltuendes Badeerlebnis.

Baden tut gut – besonders in der kalten Jahreszeit. Leider bedeuten viele gekaufte Badezusätze Stress für die Haut und trocken diese schnell aus. Deswegen lohnt es sich, seinen Badezusatz selbst herzustellen. Das bietet auch den Vorteil, dass Sie gezielt die Inhaltsstoffe verwenden können, die Ihnen gerade guttun. So können Sie wunderbar entspannen, Erkältungen vorbeugen oder körperliche Beschwerden lindern.

Kräuterbäder gehören zu den Klassikern für gesundes Baden – schon die Römer nutzten die positiven Effekte. Für Ihre selbst gemachten Badezusätze können Sie sowohl getrocknete Kräuter als auch ätherische Öle verwenden. Wichtig: Achten Sie beim Kauf von Kräutern und Ölen auf geprüfte Qualität, diese erhalten Sie in Reformhäusern oder Apotheken. Außerdem sollten Sie beachten, dass nicht alle Sorten für Schwangere und Kleinkinder geeignet sind.

Zwei einfache Grundrezepte für selbst gemachte Bäder:

 

1. Kräuterbad

50 bis 100 Gramm getrocknete Kräuter in einem Liter kochenden Wasser 15 Minuten ziehen lassen, abseihen und den Sud ins warme Badewasser geben.

 

2. Ölbad

Geben Sie etwa sechs Tropfen ätherisches Öl in eine halbe Tasse Milch oder Sahne. Alternativ können Sie das Öl auch in einem Esslöffel Honig auflösen. Lassen Sie das Badewasser erst vollständig in die Wanne einlaufen, bevor Sie das emulgierte Öl als Badezusatz hinzufügen. Ätherische Öle sind schlecht wasserlöslich. Werden sie pur verwendet, schwimmen sie auf dem Wasser. Um als Badezusatz verwendet werden zu können, muss das Öl vorher gebunden werden.

Zum Entspannen

Für ein einfaches Entspannungsbad benötigen Sie nur wenige Zutaten. Mischen Sie zwei Teelöffel Mandelöl mit einem Teelöffel Lavendelöl und fügen Sie noch einen halben Becher Sahne hinzu. Alles gut vermischen, ins warme Badewasser geben und die wohltuende Wirkung genießen.

Zum Einschlafen

Natürliche Helfer bei Schlafstörungen, Nervosität und Stress sind Baldrian, Melisse, Hopfen, Passionsblume oder auch Lavendel. Mischen Sie zum Beispiel zwei Teelöffel Lavendeltee mit einem Teelöffel Melissentee, übergießen Sie die Mischung mit heißem Wasser und lassen Sie sie solange ziehen, bis die Badewanne vollgelaufen ist. Nun den Tee abgießen und den Sud ins Badewasser geben.

Bei Erkältungen

Ein duftendes Kräuterbad ist genau das Richtige bei einer Erkältung. Nutzen Sie die schleimlösende und schmerzmildernde Wirkung von Thymian oder lindern Sie Ihre Beschwerden mit Salbei, dieser wirkt antibakteriell und entzündungshemmend. Auch ein Bad mit Eukalyptus kann schnelle Hilfe bei Atemwegserkrankungen bieten. Bei starkem Husten können Fichtennadel oder Grapefruit Abhilfe schaffen, da sie entkrampfend auf die Bronchien wirken. Ob Sie bei Ihrem selbst gemachten Erkältungsbad lieber auf getrocknete Kräuter oder Öle zurückgreifen, ist Ihnen überlassen. Verwenden Sie für die Zubereitung einfach unsere Grundrezepte.

Bei trockener Haut

Wenn Sie unter trockener Haut leiden, können Sie sich von Zeit zu Zeit ein „Kleopatra-Bad“ gönnen. Mischen Sie 250 ml Milch oder Sahne mit vier Esslöffeln Honig und geben Sie den milchigen Badezusatz ins warme Wasser. Nach 15 Minuten freuen Sie sich über samtweiche Haut.

3 Regeln für ein gesundes Badeerlebnis

1. Maß halten

Spätestens nach 20 Minuten sollten Sie das Badevergnügen beenden, sonst trocknet die Haut zu stark aus. Außerdem gilt: Ein- bis zweimal baden die Woche genügt.

2. Die richtige Temperatur

Die optimale Badetemperatur entspricht in etwa der menschlichen Körperwärme und liegt zwischen 36 und 38 Grad. Hat das Wasser Körpertemperatur, können sich die Muskeln optimal entspannen. Zu langes Verweilen in zu heißem Wasser lässt den Kreislauf schnell abfallen und belastet die Haut.

3. Lieber nicht

Wenn Sie hohes Fieber oder offene Hautstellen haben, sollten Sie die Badewanne meiden. Ebenso bei vollem Magen oder wenn Sie sich schwach fühlen.

Nina Alpers