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Beruf & Bildung

Fit für Baby und Beruf

Wie wird es sein, nach der Elternzeit wieder zu arbeiten? Wir haben für Sie sieben Tipps für einen gelungenen Neustart in den Job zusammengestellt.

1. Die Elternzeit gut vorbereiten

Nicht nur für Sie, auch für Ihr Unternehmen beginnt bald etwas Neues: Ihre Firma braucht reibungslose Abläufe, Sie verbindliche Zusagen. Planen Sie vor der Elternzeit gemeinsam, wie es währenddessen und danach weitergehen kann. Machen Sie konkrete Vorschläge, wie und wann Sie wieder loslegen wollen. Informieren Sie sich vorher, welche Arbeitszeitmodelle in Ihrem Unternehmen möglich sind. Eine Firma mit mehr als 15 Mitarbeitern muss Ihnen eine Rückkehr in Teilzeit ermöglichen.

2. Den Kontakt halten

Um den Anschluss zum Job nicht zu verlieren, kann es sinnvoll sein, stundenweise zu arbeiten oder Kolleginnen zu vertreten. Vielleicht haben Sie auch Lust, sich fortzubilden? Bis zu 30 Stunden pro Woche sind während der Elternzeit erlaubt. Nehmen Sie Einladungen zu Betriebsfesten oder Ausflügen an. Nutzen Sie Telefongespräche mit Kollegen: So bleiben Sie auf dem Laufenden.

3. Die eigenen Ziele kennen

Manche Eltern bemerken in der Familienpause zum ersten Mal, dass sie gern eine Zeit lang zu Hause bleiben oder beruflich neue Wege einschlagen möchten. Die Auszeit ist eine Chance, die Karten neu zu mischen! Finden Sie heraus, was Sie im Innersten antreibt. So wissen Sie, wohin es später gehen soll. Wie schnell Sie nach der Elternzeit in den Job zurückkehren – dafür gibt es keine Regel. Manche halten es nicht lange zu Hause aus, andere genießen es, die ersten Jahre intensiv ihrem Kind zu widmen.

4. Teilzeit und Co. Was ist möglich?

Wenn die Tage mit Arbeit gefüllt sind, bleibt wenig Zeit fürs Kind. Viele Eltern halten demnach Teilzeit für die familienfreundlichste Lösung und einer großer Teil der Unternehmen in Deutschland bietet diese Möglichkeit an. Aber auch viele andere Modelle eignen sich wie etwa Jobsharing, Gleitzeit oder Heimarbeit. Machen Sie der Firma Vorschläge! Hilfreich: der Leitfaden „So sag ich’s meinem Vorgesetzten“ des Bundesfamilienministeriums, den es kostenlos im Internet gibt.

5. Kinderbetreuung planen

Nur wenn Ihr Kind gut aufgehoben ist, haben Sie den Kopf frei für den Job. Wählen Sie den Krippen- oder Kindergartenplatz für Ihr Kind daher sorgfältig aus. Schauen Sie sich einige Einrichtungen an und prüfen Sie die Konzepte. Eine langsame Eingewöhnung erleichtert es Ihnen und Ihrem Kind, sich mit der neuen Situation vertraut zu machen. Überlegen Sie auch, wer im Notfall einspringen könnte. Wenn die Großeltern nicht vor Ort wohnen, ist vielleicht eine Tagesmutter das Richtige. Sie finden qualifizierte Betreuerinnen auf eigens dafür eingerichteten Internetseiten (siehe Kasten unten rechts).

6. Netzwerke knüpfen

Niemand kennt Ihre Situation so gut wie Sie selbst. Doch manchmal fühlen Sie sich gerade deshalb mit Ihren Fragen allein. Was jetzt hilft, ist der Austausch mit anderen. Um informiert zu sein, aber auch um zu erfahren: Nicht nur mir geht es so! Spezielle Elternnetzwerke können Sie auffangen, wenn Sie mal wieder nicht wissen, wo Ihnen der Kopf steht. Auch hierfür finden Sie hilfreiche Adressen im Internet (siehe Kasten unten rechts). In den Foren des Portals „netmoms.de“ können Sie sich zudem online mit anderen Müttern austauschen.

7. Tschüss Perfektionismus

Mit Kindern ist das Leben nicht mehr so planbar wie vorher, ganz im Gegenteil: Häufig regiert das Chaos. Seien Sie nachsichtig mit sich selbst, sonst geraten Sie leicht an den Rand der Erschöpfung. Also – am besten verabschieden Sie sich vom Perfektionismus, Ihre Devise lautet von jetzt an: durchwurschteln! So kommen Sie gelassener zum Ziel.

Denken Sie auch mal an sich!

Das Kind ist da, der Wiedereinstieg in den Job ist geglückt und jetzt bleibt keine Zeit mehr für Sport und Co.? Das ist leider keine Seltenheit. Berufstätige Eltern achten meist weniger auf ihre Gesundheit als Kinderlose. Im Spagat zwischen Job und Kindern machen sie Abstriche bei sich selbst.

So treibt fast ein Drittel der berufstätigen Frauen ohne Kinder viel Sport. Bei den Müttern ist es nur noch ein Sechstel. Auch im Hinblick auf gesunde Ernährung und ausreichend Schlaf schneiden Berufstätige mit Kindern leider meist schlechter ab. Deshalb: Planen Sie rechtzeitig mit dem Partner gezielt Zeit für sich selbst – für Sport, Entspannung und was Ihnen sonst noch guttut. Denn auch hier ist Organisation das A und O, damit niemand in der Familie zu kurz kommt.

Wir unterstützen Sie! Mit unseren Online-Coachings für mehr Bewegung und gesunde Ernährung:

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Sabine Henning