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Frühsport: 7 gute Gründe, morgens zu trainieren

Gleich nach dem Aufwachen den Tag mit Sport zu beginnen, das ist für viele unvorstellbar. Doch wer sich aufrafft wird reichlich belohnt, denn Frühsport hat viele gesundheitliche Vorteile. Diese sieben guten Gründe werden Sie überzeugen.

Dass Bewegung wichtig ist, ist wohl fast jedem klar. Aber muss es unbedingt morgens sein? Wenn der Wecker klingelt, möchten wir uns doch viel lieber die Decke über den Kopf ziehen und weiterschlafen. An Sport denken wir in diesem Moment am allerwenigsten, dabei ist jetzt die beste Zeit des Tages dafür. Wer es schafft, den inneren Schweinehund zu überwinden und das morgendliche Training zur festen Routine werden zu lassen, der kann davon ordentlich profitieren. Welche Sportart Sie dafür wählen, ist egal. Hauptsache, es macht Spaß. Für die einen kann das eine lockere Joggingrunde durch den Park sein, für andere einige Yoga-Übungen am geöffneten Fenster und wieder andere schwingen sich aufs Fahrrad und nutzen den Arbeitsweg als Trainingseinheit. Es geht dabei nicht um sportliche Höchstleistungen, sondern darum, den Körper langsam in Schwung zu bringen. Warum uns das so guttut?

Hier sind unsere 7 Gründe für Frühsport:

1. Kreislauf, Stoffwechsel und Durchblutung kommen in Schwung
In der Nacht ist der Körper im Ruhezustand, der Kreislauf sinkt ab. Erst am frühen Morgen bereitet er sich langsam wieder auf Aktivitäten vor und schüttet vermehrt Hormone aus. Diese beschleunigen den Herzschlag und das Herz pumpt verstärkt Blut durch den Körper. Morgendlicher Sport kann dies unterstützen. Das Blut zirkuliert schneller im Körper, weil Arme und Beine durch die Bewegung schneller frisches Blut benötigen. Die Haut wird auf diese Weise gut durchblutet und Sie sehen viel frischer aus. Zudem arbeitet der Stoffwechsel nach dem Sport auf Hochtouren, wodurch Kalorien schneller und effizienter verbrannt werden können. All das sorgt dafür, dass wir uns wacher und fitter fühlen und uns kraftvoll den Aufgaben des Tages stellen können. Ein Koffein-Kick durch Kaffee wird dadurch überflüssig.

 

2. Bessere Konzentration

Besonders gut ist Frühsport an der frischen Luft, denn so wird der Körper am besten mit Sauerstoff versorgt und das führt zu einem extra Frische-Kick auch für unseren Kopf. Außerdem werden beim Sport Hormone wie Adrenalin freigesetzt, die unsere Gehirnleistung auf natürliche Weise steigern können. Davon können wir den ganzen Tag profitieren, sind konzentrierter und leistungsfähiger.

3. Höhere Stressresistenz
Frühsport fördert unsere Resilienz und lässt den Stress des Tages besser an uns abprallen. Durch die Bewegung setzt der Körper Glückshormone, zum Beispiel Serotonin frei, das die Nervenzellen stimuliert. Diese Hormone sind Teil des körpereigenen Belohnungssystems. Der morgendliche Sport wirkt dadurch wie eine Art natürlicher Stresspuffer.
4. Ein gutes Gefühl für den ganzen Tag
Wer schon am frühen Morgen etwas geschafft hat, startet mit einem besonders guten Gefühl in den Tag und das kann einem keiner mehr nehmen. Die Bewunderung von Freunden und Kollegen ist Frühsportlern ebenfalls gewiss: Denn sich morgens aufzuraffen, schaffen die wenigsten. Ein guter Grund, auf sich selbst stolz zu sein.
5. Kurse und Fitnessstudios sind leerer

Wer gerne ins Fitnessstudio geht oder Kurse besucht, der wird die Vorzüge des Frühsports umso mehr zu schätzen wissen. Denn je früher man im Studio ist, desto leerer ist es. Das bedeutet freie Auswahl bei den Trainingsgeräten und viel Bewegungsfreiheit. Außerdem ist am frühen Morgen noch alles schön sauber. So macht das Training doch gleich noch mehr Spaß!

 

6. Mehr Zeit am Abend
Ein weiterer nicht zu unterschätzender Vorteil: Wer bereits morgens trainiert, hat am Abend mehr Zeit für andere Aktivitäten. Oder kann mit gutem Gewissen auch einfach mal auf der Couch faulenzen.

 

7. Entspannterer Schlaf in der Nacht
Frühsport macht nicht nur tagsüber wacher. Er lässt uns auch besser ein- und durchschlafen. Eine Studie des Berufsverbandes deutscher Internisten hat ergeben, dass sich ein morgendliches Training positiv auf die Schlafqualität auswirkt. Studienteilnehmer, die morgens um sieben eine halbe Stunde lang Rad fuhren, durchliefen mehr Leicht- und Tiefschlafphasen pro Nacht. Sie konnten die Gesamtzahl der vollständig durchlaufenen Schlafzyklen im Vergleich zu Teilnehmern, die mittags um 13 oder abends um 19 Uhr trainierten, steigern.

3 Tipps, wie es mit dem Frühsport leichter klappt

 

  • Den Wecker etwas früher stellen, sodass ausreichend Zeit bleibt, um in Ruhe Sport zu treiben. Wer sich hetzen muss, lässt den Frühsport lieber ausfallen.
  • Die Sportsachen schon am Abend griffbereit legen. Wer morgens erst suchen muss, verschiebt das Training gerne auf einen anderen Zeitpunkt.
  • Sich zum Frühsport verabreden. Wenn im Park schon die Laufpartnerin wartet, können wir kaum noch mit gutem Gewissen einen Rückzieher machen.

Nina Alpers