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Balance schaffen

Wie die Liebe unsere Gesundheit stärkt

Schon der berühmte Arzt Paracelsus wusste: Liebe ist die beste Medizin. Tatsächlich finden Forscher immer mehr Belege dafür, dass das schönste Gefühl der Welt unsere Gesundheit fördert: Die Liebe steigert das eigene Wohlbefinden, reduziert Stress und stärkt das Immunsystem. 

Schmetterlinge im Bauch, ein Dauerlächeln im Gesicht und Herzflattern – es liegt auf der Hand: Wir sind verliebt! Plötzlich ist die Welt rosarot, alles ist aufregend und neu. Nach einer Weile verschwinden vielleicht die Schmetterlinge – dafür schlägt das Herz im Gleichtakt mit dem des Partners. Aus dem Verliebtsein wird Liebe, das wohl schönste Gefühl der Welt. Und diese Liebe macht und hält uns gesund, das zeigen verschiedene internationale Studien.

Glückliche Beziehungen verlängern das Leben
Ein Grund hierfür ist, dass Menschen in einer glücklichen Partnerschaft einen gesünderen Lebensstil pflegen. Sie rauchen in der Regel weniger oder gar nicht, trinken kaum Alkohol und achten gegenseitig sehr darauf, sich genügend zu bewegen, ausreichend zu schlafen und wichtige Vorsorgeuntersuchungen wahrzunehmen. Dadurch erkranken sie im Vergleich zu Singles seltener an Krankheiten wie Depressionen, Diabetes, Demenz, Leberzirrhose oder Krebs – und ihre Lebenserwartung steigt: Männer leben im Schnitt neun Jahre länger, bei Frauen sind es sieben, wie eine tschechische Studie belegt.

Küssen und Händchenhalten? Unbedingt!
Aber auch Küsse haben eine heilende Wirkung, das fanden österreichische Forscher heraus. Ein leidenschaftlicher Kuss senkt den Blutdruck und die LDL-Cholesterinwerte. Daneben werden durch das Küssen Abwehrkräfte und Antikörper gebildet, die das Immunsystem stärken, und durch den erhöhten Speichelfluss bleiben die Zähne gesund. Außerdem werden beim Küssen Kalorien verbrannt, denn der Stoffwechsel wird angeregt. Zehn Minuten inniges Küssen sind mit einem 100-Meter-Lauf vergleichbar. Eine weitere positive Wirkung hat das Händchenhalten: Bereits wenige Minuten reichen aus, um den Blutdruck und den Pulsanstieg zu verringern und das Herzkreislaufsystem zu stärken.

Verliebtsein: Ein Zusammenspiel der Hormone
Dass wir überhaupt eine Beziehung eingehen, Küssen und Händchen halten, beruht auf einem komplexen Zusammenspiel von verschiedenen Hormonen, die beim Verliebtsein ausgeschüttet werden. Dazu zählen beispielsweise Endorphine, das „Glückshormon“ Serotonin, das unsere Stimmung aufhellt, und das „Kuschelhormon“ Oxytocin, das für den Wunsch nach Zärtlichkeit, Geborgenheit sowie körperlicher und geistiger Nähe sorgt. Gleichzeitig reduziert die Mischung der unterschiedlichen Hormone Stress, lässt Schmerzen erträglicher werden, verbessert die Wundheilung und beugt frühzeitiger Alterung vor.

Liebe zu Familie und Freunden genauso wertvoll
Doch nicht nur die Liebe zu einem Partner, sondern auch die zur Familie, zu Freunden und zu sich selbst fördert die Gesundheit. So verringert ein gewisses Maß an Selbstliebe psychische Erkrankungen wie Depressionen und Angstgefühle. Auch häufige Treffen, intensive Gespräche und ein ehrlicher Umgang mit Freunden, Eltern oder Geschwistern erhöhen die eigene Lebenserwartung deutlich, wie eine kanadische Studie zeigt. Was wir aus diesen Erkenntnissen für unser Leben und unseren Alltag mitnehmen können? Wir sollten uns ausreichend Zeit für unsere Liebsten nehmen – das tut unserer Seele und unserer Gesundheit gut.

 
 
 
 
 

Luisa Drees