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Gesundheit & Fitness

Fasten liegt im Trend

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Der Trend zum Fasten ist ungebrochen: 67 Prozent der Bevölkerung hält es für gesundheitlich sinnvoll, mehrere Wochen gezielt auf Genussmittel oder Konsumgüter zu verzichten. Das zeigt eine aktuelle und repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag der DAK-Gesundheit, die jährlich durchgeführt wird.

Die Wochen zwischen Aschermittwoch und Ostern gelten traditionell als Fastenzeit, in der 40 Tage lang auf tierische Lebensmittel oder geliebte Genussmittel verzichtet wird. Genau genommen sind es sogar 46 Tage, jedoch werden die sechs Sonntage dabei nicht mitgezählt.

Fasten ist nicht nur bei religiösen Menschen ein Thema. Jeder zweite und jede zweite  Deutsche hat schon mindestens einmal bewusst für längere Zeit auf Genussmittel oder Konsumgüter verzichtet, wie die neue DAK-Umfrage zeigt. Die große Mehrheit der Befragten hält eine Fastenzeit aus gesundheitlicher Sicht für sinnvoll. Mit jeweils 77 Prozent wird der Verzicht auf Alkohol am häufigsten genannt, dicht gefolgt von  Süßigkeiten (72 Prozent). Auf dem dritten Platz landet die Bereitschaft, für eine Weile auf den Verzehr von Fleisch zu verzichten.

Fasten-Unterschiede zwischen Jung und Alt

Jung und Alt fasten unterschiedlich. Das fängt schon bei der Bereitschaft zum Verzicht an – drei Viertel der unter 30-Jährigen finden bewussten Verzicht auf Konsum und Genussmittel sinnvoll. Besonders beliebt: der Verzicht auf Fleisch. Verglichen mit dem Bundesdurchschnitt würde die jüngere Gruppe mit 62 Prozent deutlich häufiger kein Fleisch mehr essen – bei den über 60-Jährigen sind es nur 48 Prozent. Auch beim Rauchen (58 Prozent), Fernsehen (46 Prozent) und der Internetnutzung (30 Prozent) ist die jüngere Generation deutlich ambitionierter als der Bundesdurchschnitt.

Wieder beliebter: Digital Detox

Während die Beliebtheit im vergangenen Jahr zurückgegangen war, ist jetzt wieder Digital Detox populär: Gut ein Viertel würden beim Fasten am ehesten auf das Internet, Smartphone, Spielekonsolen & Co. verzichten – 2023 waren es hingegen nur 19 Prozent. Mehr Zeit für sich und wichtige Aufgaben sowie weniger Stress wurden als Gründe für den Wunsch nach einer digitalen Auszeit angegeben.

Von Fleischverzicht bis Plastikfasten

Haben Sie sich schon entschieden, ob Sie in diesem Jahr fasten möchten? Auf etwas zu verzichten, ist eine gute Gelegenheit, sich bewusst auf Wichtiges zu besinnen. Neben der Möglichkeit, dem Körper etwas Gutes zu tun und ihn zu reinigen, zum Beispiel durch Intervallfasten oder den bewussten Verzicht auf Alkohol, Süßigkeiten oder Fleisch, gibt es auch noch zahlreiche alternative Fastenformen, zum Beispiel Plastik- oder Smartphonefasten. Wir wünschen viel Freude beim Ausprobieren.