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Balance schaffen

Wie uns Lachen gesund macht

Hand aufs Herz: Wann haben Sie zuletzt laut gelacht? Ist die Antwort: „Eben gerade“, „vorhin“ oder „heute immer wieder – ich lache sowieso ständig“, dann wäre dieses für Sie auch aus medizinischer Sicht eine wunderbare Antwort. Denn Lachen hält uns Menschen gesund, das Glucksen und Prusten macht glücklich und hilft manchmal sogar gegen Krankheiten. „Lachen ist die beste Medizin“, heißt es zu Recht im Volksmund.

Wie wird das Lachen in uns ausgelöst?
Ein herzhaftes Lachen passiert nicht einfach so. Unser Gehirn benötigt für das Auslösen eines Lachens eine Anregung. Wissenschaftler unterscheiden zwischen drei verschiedenen Arten von Anregungen: die emotionale Anregung, zum Beispiel durch eine schöne Erinnerung. Die kognitive Anregung, ausgelöst durch Witze oder Situationskomik. Oder die motorische Anregung durch Berührungen an der Fußsohle oder anderen kitzligen Stellen des Körpers. Die Wissenschaft des Lachens heißt übrigens Gelotologie. Ob sich die Wissenschaftler ständig Witze erzählen, gegenseitig kitzeln oder immer in schönen Erinnerungen schwelgen?

Haben Sie heute schon gelacht?

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Fakten & Zahlen zum Lachen

Was passiert beim Lachen im Körper?
Lachen massiert über das Zwerchfell die inneren Organe Leber, Galle und Milz, versorgt das Gehirn mit einer anregenden Sauerstoffdusche, baut unmittelbar Stresshormone ab und setzt Endorphine frei. Der Glücks-Kick ruft Wohlgefühle hervor. Die Arterien werden entspannt und auch der Blutdruck sinkt. William Fry, weltbekannter Lach-Forscher, urteilte: „Lachen ist Jogging im Sitzen.“ Vor allem bei chronischen Krankheiten kann Lachen kleine Wunder vollbringen, sagen Gelotologen. Denn das Lachen lenkt den Patienten von der Krankheit ab, es schaltet den Kopf ab und befreit die Seele durch eine biochemische Reaktion von belastenden Gedanken. Beim Lachen werden auch unwillkürlich Schutzhaltungen, zum Beispiel bei Rückenschmerzen, aufgegeben, der Körper reagiert natürlich. Das ist gesund.

Wussten Sie schon, dass ...

... Klinik-Clowns bei der Gesundung helfen?

Weil Lachen bei der Gesundung hilft, sind in vielen Krankenhäusern auch wunderbare Klinik-Clowns unterwegs. Sie unterhalten und bringen Frohsinn und Unsinn in den Alltag vieler junger Patienten. Die Clowns lassen sich aber auch durch Missgeschicke nicht unterkriegen und werden so zum Verbündeten der Patienten. Auch älteren Demenzpatienten helfen die Clowns sehr: Wenn sie mit Scherzen, Spielen und Liedern betreut werden, sind Demenzkranke erwiesenermaßen zufriedener.

Warum ist Humor wichtiger als gutes Aussehen?
Aber was machen wir, wenn uns so gar nicht zum Lachen ist? Dann suchen wir instinktiv nach Anlässen zum Lachen: Komödien im Fernsehen, im Kino und auf Theaterbühnen, lustige Hörbücher bei langen Autofahrten. Und natürlich den Dialog mit fröhlichen Menschen: „Das tat richtig gut – endlich einmal wieder gelacht.“ Auch bei Single-Börsen sind humoristische Menschen mehr gefragt als gutaussehende. Denn ein herzliches, gemeinsames Lachen macht nicht nur gesund, sondern uns auch gegenseitig sympathisch. Vielleicht denken wir deshalb alle an Charlie Chaplins Worte: „Der Tag, an dem du nicht lächelst, ist ein verlorener Tag.“

Unser Tipp:

Lächeln Sie jetzt

Sie befinden sich gerade in einer unangenehmen Situation? Lächeln Sie! Durch das Anheben Ihrer Wangenmuskulatur erhält Ihr Gehirn ein Signal, Glückshormone freizusetzen. Diese verbreiten sich in Windeseile in Ihrem Organismus und geben Ihnen tatsächlich das Gefühl von Entspannung und Wohlbefinden. Spätestens nach 90 Sekunden ist die Wirkung da, und Sie meistern die Situation, in der Sie sich gerade befinden, mit Humor, Gelassenheit und Zuversicht. Nebenbei: Die Glückshormone stärken auch Ihr Immunsystem!

 

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Rüdiger Straub