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Gesund leben

Mit Vitaminpower in den Frühling

Diese Obst- und Gemüsesorten haben jetzt Saison

Am 7. April ist Weltgesundheitstag. Um rundum gesund zu sein und zu bleiben, spielt die Ernährung eine wichtige Rolle. Experten raten dazu, vermehrt zu regionalen und saisonalen Produkten zu greifen. Wo Sie ab jetzt guten Gewissens zugreifen können, lesen Sie hier.

Knackige Salatköpfe, saftige Äpfel, pralle Tomaten oder süße Erdbeeren – das gesamte Jahr über gibt es in den Supermärkten eine riesige Auswahl verschiedener Obst- und Gemüsesorten. Was dabei oftmals vergessen wird: Die Produkte werden teilweise in beheizten Gewächshäusern angebaut und per Flugzeug oder Schiff aus dem Ausland importiert – mit fatalen Folgen für die Umwelt. Wer dies vermeiden möchte, sollte auf regionale und saisonale Ware setzen. Insbesondere im Frühling und Sommer gibt es dabei keine Probleme, denn dann hat das meiste heimische Obst und Gemüse Saison.

Im April gibt’s Spargel und Rhabarber

Zu Beginn des Frühlings kommt neben jungem Spinat, Champignons, Porree und Weißkohl auch frischer Spargel in die heimischen Supermarktregale. Allerdings ist er noch recht teuer. Dafür bringt er so einige gesundheitliche Vorteile mit sich – vor allem für Schwangere. Das Gemüse enthält nämlich reichlich Folate, die das Risiko für bestimmte Geburtsfehler senken und die Milchproduktion anregen. Zusätzlich strotzt es vor Mineralstoffen wie Kalium, Kalzium und B-Vitaminen. Sie sind wertvoll bei Magenbeschwerden, Gallen- und Leberleiden, Diabetes, Krebserkrankungen sowie Demenz.

Auch frischen Rhabarber gibt es jetzt wieder zu kaufen. Das Stangengemüse ist als Kompott mit Quarkcreme besonders köstlich. Auch als Marmelade oder auf einem Streuselkuchen macht es sich hervorragend. Dabei ist Rhabarber reich an Vitaminen und Mineralstoffen wie Vitamin C und K, Eisen, Kalium und Phosphor. Während Eisen und Vitamin K die Blutbildung unterstützen, wirkt Kalium verdauungsfördernd und entwässernd. Doch: Das Gemüse enthält viel Oxalsäure, die den Zahnschmelz schwächen und sogar zerstören kann. Deshalb sollten Sie Rhabarber höchstens zwei- bis dreimal pro Woche essen. Wer an Gicht leidet oder Nierensteine hat, sollte vorsichtshalber ganz darauf verzichten.

Der Mai bringt Kohlrabi und Radieschen

Mit der Zeit wird der Spargel immer günstiger und ist in größeren Mengen vorhanden. Wer ihn bisher nicht auf seinem Speiseplan stehen hatte, sollte jetzt also zugreifen. Aber auch Frühlingszwiebeln, Stangensellerie, Kohlrabi und Radieschen machen die Gemüseabteilung ab sofort immer bunter. Verzehren Sie Kohlrabi doch einmal in Butter gedünstet als Gemüsebeilage oder überbacken als schmackhaftes Gratin. Die meisten Vitamine und Mineralien stecken übrigens in den Kohlrabi-Blättern, darunter Vitamin C, Biotin und Folsäure. Sie unterstützen unsere Abwehrkräfte, kräftigen unsere Haare und Nägel und können einem Schlaganfall vorbeugen. Wegen der enthaltenen Senföle ist Kohlrabi im Vergleich zu anderen Kohlsorten sehr leicht verdaulich und bekömmlich. Gleiches gilt für Radieschen. Darüber hinaus binden die Senföle Fett, sodass es unseren Körper unverwertet wieder verlässt. Zusätzlich sind die kleinen roten Knollen reich an ätherischen Ölen, die den Gallenfluss anregen und die Leber bei ihrer Entgiftungsarbeit unterstützen.

Süßes Obst und jede Menge Kohl im Juni

Der Sommer naht und viele verschiedene Früchte wie Heidelbeeren, Stachelbeeren oder Kirschen gesellen sich jetzt in der Obstabteilung zu regionalen Äpfeln. Ob pur, mit Joghurt oder als Kaltschale – aus ihnen können Sie im Handumdrehen leichte Sommerdesserts zaubern. Dabei liefern Heidelbeeren viel Vitamin E, das einer vorzeitigen Alterung unserer Haut vorbeugt. In Kirschen wiederum stecken viele Mineralstoffe wie Kalzium, Magnesium, Mangan und Eisen, die allesamt wichtig für unsere Knochen und Zähne sind.

Spitzkohl komplettiert das Angebot. Er enthält viel Betacarotin, das unsere Sehkraft verbessert. Wie gut, dass es praktisch keine Zubereitungsart gibt, für die sich die Kohlsorte nicht eignet. Aus seinen feinen Blättern können Sie deftige Kohlrouladen wickeln oder Krautsalat herstellen. Spitzkohl schmeckt aber auch in Gemüseeintöpfen, Aufläufen oder Kohlsuppen.

Saisonale Ernährung ist keineswegs eintönig

Eine saisonale Ernährung bedeutet keineswegs den Verzicht auf Vielfalt. Ganz im Gegenteil: Zu jedem Zeitpunkt des Jahres sind verschiedene Produkte frisch erhältlich. Wer nicht permanent zu den gewohnten Lebensmitteln greift, sondern seinen Einkauf an die jeweiligen Jahreszeiten anpasst, ernährt sich abwechslungsreich und kommt ganz auf den Geschmack. Saisonales Obst und Gemüse reift in aller Ruhe und kommt erst dann in die Supermärkte, wenn es auch wirklich schmeckt!                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                            Luisa Drees