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Familie & Freizeit

Ab nach draußen – Spielideen für Kinder

Keine Chance für Couch-Potatoes
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Sonnenschein und milde Temperaturen? Da gibt es eigentlich nur eins: raus gehen und den Tag im Freien genießen. Sie wissen nicht, wie Sie ihre Kinder überzeugen sollen? Wir haben tolle Spielideen, die garantiert nicht nur kleinen Stubenhockern Spaß machen und Ihre Kleinen so richtig in Schwung bringen.

Manche Kinder entwickeln sich im Laufe der Jahre zu echten Stubenhockern. Während die Allerkleinsten noch freudig draußen die Welt erkunden, bleiben viele Schulkinder lieber drinnen vor dem Fernseher oder Computer. Doch gerade spielerische Bewegung im Freien ist der perfekte Ausgleich zum Sitzen im Klassenzimmer. Unsere Spielideen sorgen dafür, dass sich Ihre Kinder so richtig austoben können und Sie am besten gleich mit. Denn es gibt doch kaum etwas Schöneres, als nach einem Tag im Freien ausgepowert ins Bett zu fallen.

Klassiker, die auch heute noch Spaß machen

 

Seilspringen
Ein Hüpfseil sollte am besten in keinem Haushalt fehlen und ist auch der perfekte Begleiter bei langen Autofahrten, denn so kommt man in den Pausen so richtig schön in Bewegung. Das Grundprinzip ist denkbar einfach. Zwei schwingen das Seil, ein Dritter springt immer wieder darüber. Geübte können auch gemeinsam springen. Dazu wird ein Lied gesungen. Vielleicht kennen Sie ja sogar noch eins aus Ihrer Kindheit? Zusätzliche Bewegungen erhöhen die Schwierigkeit:

Teddybär, Teddybär heb ein Bein (ein Bein heben)
Teddybär, Teddybär das war fein! (in die Hände klatschen)
Teddybär, Teddybär zeig einen Fuß (einen Fuss zeigen)
Teddybär, Teddybär bestell einen Gruß (winken)
Teddybär, Teddybär zeig deine Schuh (einen Schuh zeigen)
Teddybär, Teddybär wie alt bist du? (dem eigenen Alter entsprechend zählen)

 

Himmel und Hölle
Alles, was Sie für diesen Spieleklassiker brauchen, sind ein Stück Kreide und ein Stein. Malen Sie einen Spielplan mit zehn Feldern auf den Boden. Für den Beginn eignet sich ein geradliniger Aufbau ohne seitliche Felder: Unten die Erde, dann die Felder eins bis zehn, darüber „Hölle“ und „Himmel“. Später lässt sich das Spielfeld durch neue Felder immer wieder verändern. Auch bei den Spielregeln gibt es zahlreiche Varianten. Hier ist eine davon: Los geht´s damit, dass der Stein ins Feld „Erde“ geworfen wird. Der erste Spieler hüpft in das Feld und muss beim Landen das Steinchen ins nächste Feld (Nr. 1) stoßen. Von dort geht es weiter zu Feld Nr. 2, von dort zu Feld Nr. 3 und immer so weiter. Das Feld mit der „Hölle“ muss übersprungen werden. Ziel ist der „Himmel“. Bleibt das Steinchen in der Hölle liegen, ist der nächste Mitspieler dran. Das Gleiche gilt, wenn das Steinchen außerhalb des anvisierten Feldes landet. Wer aussetzen musste, darf später genau an der Stelle weiter machen, wo er gepatzt hat.

 

Verstecken in zwei Varianten
Schon die Kleinsten lieben es, sich zu verstecken. Gespielt werden kann quasi überall zum Beispiel im Garten, auf dem Spielplatz, im Park. Während sich die Mitspieler verstecken, ruft der Sucher: „Eins, zwei, drei, vier, Eckstein, Eckstein, alles muss versteckt sein. Hinter mir, da gilt es nicht, und auch an den Seiten nicht. Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben, acht neun, zehn – ich komme!“ Ältere Kinder zählen auch bis 20 oder mehr. Sobald der Sucher einen Mitspieler entdeckt, ruft er laut dessen Namen und beschreibt kurz das Versteck.

Um das Versteckspiel auch für etwas ältere Kinder noch interessant zu gestalten, kann man ein Freimal bestimmen – zum Beispiel einen Baum oder Pfosten. Sobald der Sucher einen Mitspieler entdeckt, rennt er zum Freimal und ruft den Namen des entdeckten Mitspielers. Merkt dieser aber rechtzeitig, dass er entdeckt ist, kann er ebenfalls schnell zum Freimal rennen. Schafft er es als Erster dort zu sein, darf er sich freischlagen und neu verstecken. Das Spiel ist zu Ende, wenn alle gefunden worden sind.

Spiele, die mit einem Kind gespielt werden können

Nicht immer sind Freunde oder Geschwister da, die mitspielen. Das muss aber nicht bedeuten, dass sich Ihr Kind draußen langweilen muss. Wie wäre es zum Beispiel mit einem kleinen Suchspiel. Sie verstecken im Garten einige Gegenstände, Ihr Kind darf suchen. Das geht auch prima mit Wäscheklammern, die an Sträucher und Gartengeräte geklemmt werden. Oder Sie verstecken einen neuen Ball, der kann dann auch gleich bespielt werden.

Minigolf
Mit etwas Fantasie können Sie auch im eigenen Garten oder im Park golfen. Ein Besen wird zum Schläger umfunktioniert. Jetzt brauchen Sie nur noch einen kleinen Ball und eine Dose als Ziel, schon kann es losgehen. Verschiedene Hindernisse, wie Steine oder Gartengeräte, können das Spiel noch interessanter machen.

 

Balancieren
Das eigene Gleichgewicht testen, macht fast allen Kindern Freude. Wenn gerade kein Balken in der Nähe ist, kann auch ein auf dem Boden liegendes Seil verwendet werden. Schafft es Ihr Kind bis zum Ende auf dem Seil zu bleiben?

 

Sachen transportieren
Suchen Sie mit Ihrem Kind zwei Stöckchen. Ihr Kind kann nun versuchen, nur mithilfe der beiden Stöcker kleine Gegenstände vom Boden aufzuheben, zum Beispiel einen Stein, einen Lappen oder ein Spielzeug. Die Gegenstände werden dann bis zu einem Zielpunkt transportiert.

Ballspiele

Sobald Kinder einen Ball haben, sind sie oft stundenlang mit kicken, werfen und prellen beschäftigt. Sollte es trotzdem langweilig werden, kommt mit diesen Ideen wieder Schwung ins Spiel.

Ball an die Wand
Der Ball wird gegen die Wand geworfen und wieder gefangen, das ist erst mal ganz einfach. Um das Spiel schwieriger zu machen werden verschiedene, immer schwerer werdende Aufgaben gestellt, wie zum Beispiel in die Hände zu klatschen, bevor der Ball gefangen wird. Wird eine Aufgabe nicht erfüllt, ist erst mal ein anderes Kind dran. Natürlich lässt sich dieses Spiel auch gut allein spielen.

Ideen für Aufgaben:

3x klatschen, Ball fangen
1 Hampelmann, Ball fangen
1x im Kreis drehen, Ball fangen
2x im Kreis drehen, Ball fangen
1x klatschen, 1x im Kreis drehen, Ball fangen
3 Hampelmänner, Ball fangen
10x klatschen, Ball fangen

Weitere Varianten sind einen Kreis als Ziel an die Wand zu malen oder die Entfernung zur Wand zu erweitern oder zu verringern.

 

Schweinchen in der Mitte
Dieses Spiel lässt sich am besten zu dritt spielen. Zwei Spieler stellen sich in einiger Entfernung voneinander auf und werfen sich einen Ball zu. In der Mitte steht ein dritter Mitspieler und muss versuchen, den Ball zu fangen oder abzuschlagen. Gelingt es ihm, darf er einwechseln. Der Spieler, dessen Ball abgefangen wurde, muss nun in die Mitte.

 

Mützenball
Dieses Spiel macht erst ab mindestens drei Mitspielern so richtig Spaß. Jedes Kind legt im Abstand von ungefähr einem Meter einen Gegenstand von sich auf den Boden, zum Beispiel eine Mütze oder ein Halstuch. Die Kinder stellen sich, mit etwas Abstand zu den Gegenständen, nebeneinander auf. Ein Kind versucht mit dem Ball, einen der Gegenstände zu treffen. Ist das geschafft, rennt das Kind, dem dieser Gegenstand gehört schnell zum Ball, inzwischen laufen alle anderen Mitspieler weg. Hat es den Ball, ruft es laut „Stopp!" und alle bleiben stehen. Nun darf es versuchen, mit dem Ball einen Mitspieler zu treffen, gelingt dies, bekommt dieser ein Steinchen oder eine Murmel auf seinen Gegenstand. Es verliert, wer zuerst drei Steinchen hat.

Für die ganze Familie: Geocaching

Kinder lieben Schatzsuchen und diese moderne Schnitzeljagd macht sogar den Eltern Spaß. Ausgestattet mit einem Global Positioning System (GPS)-Empfänger oder Smartphone und den Koordinaten eines „Schatzes" kann man auf die Suche gehen. Geocaching hat inzwischen schon viele Anhänger und die GPS-Koordinaten von den verschiedenen Verstecken werden im Internet veröffentlicht. Sie brauchen sich also nur einen „Cache" in ihrer Nähe auswählen und los geht die spannende Jagd. Bei den meisten „Schätzen" befindet sich auch ein Logbuch, in dem sich die Geocacher verewigen können. Weitere Informationen zu diesem tollen Hobby und die Koordinaten vieler „Caches" gibt es auf geocaching.de

 

Nina Alpers