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Gesund leben

Ein starker Rücken macht gesund

Deutschland „hat Rücken“: Drei von vier Erwachsenen leiden unter Schmerzen. Auch die Notfall-Behandlungen nehmen zu. Wie Sie Ihren Rücken stärken, lesen Sie hier. Unser Rücken trägt uns durchs Leben: Er ist ein echtes Arbeitstier, ein Lastenträger und auch sinnbildlich das Rückgrat des Körpers. Wenn wir jung sind, spüren wir den Rücken kaum, aber irgendwann ist es bei fast jedem Erwachsenen so: Das Kreuz zieht, der Nacken ist verspannt, der Ischias schmerzt.

So sind die Zahlen aus dem aktuellen DAK-Gesundheitsreport „Rätsel Rücken“ (März 2018) alarmierend: 75 Prozent aller Berufstätigen hatten im vergangenen Jahr mindestens einmal Rückenschmerzen. Jeder Siebte litt drei Monate oder länger. Und auch die Zahl der Patienten mit Rückenschmerzen, die als Notfall in der Klinik stationär behandelt wurden, hat sich seit 2007 um 80 Prozent erhöht. Das passiert, obwohl wir in der hochmodernen, aufgeklärten Gesellschaft gut versorgt sind: Es gibt Rückenschulen und Fitnessstudios, 60.000 Videos zum Rückentraining bei YouTube und vielfältige Angebote bei den Krankenkassen, auch bei der DAK-Gesundheit. Viele Büros werden mit höhenverstellbaren Schreibtischen ausgestattet, die Autositze sind ergonomisch. Und trotzdem hat Deutschland immer öfter „Rücken“. Ein Rätsel?

Es liegt wohl in unserem Wesen, dass wir zunächst wie selbstverständlich von unserem Rücken erwarten, dass er bestens funktioniert. Das schafft ein gesunder Rücken zumindest bis zum Lebensalter von etwa 20 Jahren. Wir wissen es auch aus eigener Erfahrung: Kinder können sogar auf dem harten Boden einschlafen, und Jugendliche kauern in den unmöglichsten Haltungen vor dem Smartphone, immer in Erwartung des nächsten Chats oder auf der Jagd ins nächste Spiele-Level. Über Rückenschmerzen beklagt sich in dieser Generation wohl selten jemand.

Schmerz an der Lendenwirbelsäule
Dann aber wird der Mensch älter, und beinahe jeder macht mit Rückenschmerzen seine Bekanntschaft: Den einen überfällt der Schmerz ganz plötzlich – häufig dann, wenn zu viel Schweres getragen, nur eine Körperhälfte belastet wurde oder man sich irgendwie falsch bewegt hat. Genauso oft kommt die Pein schleichend – am Morgen beim Aufstehen, am Schreibtisch oder beim Autofahren. Die DAK-Analyse weiß es genau: 77 Prozent der Betroffenen haben den Schmerz in der Lendenwirbelsäule, 42 Prozent im Nacken, 17 Prozent an der Brustwirbelsäule. Bei fast jedem Dritten (30 Prozent) schmerzt es einfach überall. Die Ärzte helfen mit der Verordnung einer Physiotherapie, mit Schmerzmitteln oder einer schnellen Spritze.

Doch müsste die Therapie viel früher beginnen – idealerweise, bevor die Schmerzen anfangen. Mit Bewegung! Denn der Rücken ist ein komplexes System aus Knochen, großen und kleinen Gelenken, 24 Rückenwirbeln, Bändern und Muskeln. Zwischen den Wirbelkörpern dämpfen die elastischen Bandscheiben Stöße und Schläge ab, und die Muskeln sorgen für die nötige Stabilität.

Aktiv bleiben
Dieses ganze Geflecht möchte und muss bewegt werden. Muskeln bleiben nur in Schuss, wenn sie trainiert werden. Viele Rückenleiden wären tatsächlich vermeidbar oder wirkten sich weniger stark aus, wenn sich Menschen häufiger maßvoll bewegten. Schon leichtes Gehen hilft, ebenso natürlich Yoga, Schwimmen oder Aquafitness. Neben der Bewegung können Entspannungstechniken wie Progressive Muskelentspannung oder Autogenes Training dem Körper dienen, wieder auf Spur zu kommen. Körperliche Aktivitäten haben im Privaten und im Berufsleben auch eine erhebliche Schutzwirkung vor unterschiedlichen seelischen Belastungen.

                                                                                                                                                          Rüdiger Straub

 

Was hilft effektiv gegen Rückenschmerzen? Was kann man bei akuten Schmerzen tun? Und welche Rolle spielt Stress bei Rückenleiden? Als Reaktion auf die aktuelle Studie bietet die DAK-Gesundheit eine spezielle Rücken-Hotline an: Am 12. April geben DAK-Ärzte individuelle Hinweise und Tipps. Das spezielle Serviceangebot ist von 8 bis 20 Uhr unter der kostenlosen Rufnummer 0800 1111 841 erreichbar. Kunden aller Krankenkassen können sich beraten lassen.

 

Für einen starken Rücken: Darüber hinaus hat die DAK-Gesundheit für ihre Versicherten ein neues onlinebasiertes Rücken-Coaching im Angebot. Unter dem Titel Rücken@Fit erhalten Betroffene eine verhaltensorientierte individuelle Hilfe bei akuten und chronischen Rückenschmerzen. Das neue Coaching sowie viele weitere Infos zum Thema Rückengesundheit gibt es im Internet unter: www.dak.de/ruecken