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Fitnessspaß bei jedem Wetter

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Die kalte Jahreszeit ist kein Grund, auf dem Sofa liegen zu bleiben. Im Gegenteil: Draußen wie drinnen kann sich die ganze Familie so richtig austoben. Wir haben ein paar Ideen für Sie zusammengestellt.

Wer braucht eigentlich den Sommer, wenn neue Winter-Fitnesstrends unvergessliche Erlebnisse bescheren können? Frischer Schnee und knackige Kälte sind die beste Voraussetzung für fröhlich-sportlichen Spaß im Schnee. Denn die kalte Jahreszeit beflügelt offensichtlich die Fantasie. Kreative Abwandlungen des klassischen Alpinskis erobern mehr und mehr die Hänge und sogar das gute alte Rodeln erlebt jetzt ein Comeback.

Gut verpackt

Damit aus der Winterlust kein Winterfrust wird, sollten Sie allerdings ein paar Dinge beachten. Vor jeder sportlichen Betätigung ist es wichtig, sich ausreichend aufzuwärmen. „Bei Kälte brauchen die Muskeln etwas länger, um auf Betriebstemperatur zu kommen“, sagt Andrea Röwekamp, Sportwissenschaftlerin aus Rheda-Wiedenbrück und passionierte Wintersportlerin. „Funktionelle Kleidung, am besten in ein paar Schichten übereinander, schützt vor Auskühlung. Handschuhe und Mütze sind ebenfalls ein Muss.“

Spaß in der Halle

Und wenn das Wetter mal nicht mitspielt, es nass und schmuddelig ist? Dann geht es halt in die Halle. In ganz Deutschland gibt es mittlerweile tolle Angebote für Indoor-Sport. Da kann man klettern, golfen oder auf kleine Tore schießen. Das kostet nicht die Welt und hat den Vorteil, dass eine professionelle Betreuung vor Ort ist. Also worauf warten, los geht’s!

Snow-Tubing

Auf dem aufgeblasenen Schlauch eines Autoreifens sitzend die Piste hinunter: Das ist viel Action gepaart mit Nervenkitzel. Der Superspaß für Kinder wird mittlerweile in vielen Skigebieten auf speziell dafür präparierten Pisten angeboten. Es sind Spitzengeschwindigkeiten bis zu 40 Stundenkilometer drin. Lenken ist dabei unmöglich, der Reifen macht mit Ihnen, was er will. Trotzdem halten sich die Gefahren in Grenzen, wenn man die Regeln beachtet. Also immer warten, bis die Piste frei ist.

Rodeln

Beinahe schon in Vergessenheit geraten, erlebt das Rodeln derzeit ein Comeback. Viele Skigebiete haben sich bereits darauf eingestellt und stellen bestens präparierte Pisten zur Verfügung. Die rasante Fahrt auf zwei Kufen macht nicht nur Kindern, sondern auch Erwachsenen Spaß. Anders als beim Skifahren kann man ohne viel Aufwand starten, man muss kein schweres Gerät schleppen, Vorkenntnisse sind nicht nötig. Aus Sicherheitsgründen sollte aber jeder einen Helm aufsetzen. Schlitten gibt es meist direkt vor Ort zu mieten.

Rocker-Ski

Sie erobern die Pisten im Sturm. Anders als herkömmliche sind Rocker-Ski im Schaufelbereich früher aufgebogen. Das bringt mehr Auftrieb. Die spezielle Form erleichtert das Eindrehen in den Schwung. „Im Grunde genommen ist das Skifahren mit Servolenkung“, sagt Matthias Zachmann von der Schneesportschule Isartal. „Mit Rocker-Ski kann man komfortabel und mit weniger Kraftaufwand fahren. Außerdem verzeihen sie Fehler.“ Sie sind geeignet für Anfänger und Kinder ab vier Jahren. Voraussetzung ist allerdings ein Kurs. Für alle, die bereits Ski fahren können, reichen meist schon zwei Stunden unter professioneller Anleitung aus.

Gut vorbereitet

Die meisten können es kaum noch erwarten und viele tummeln sich bereits auf schneebedeckten Gletschern. Skifahren ist ein Riesenspaß und ein fantastisches Naturerlebnis, beansprucht aber den ganzen Körper. „Wer das ganze Jahr über eine ruhige Kugel schiebt und sich dann Hals über Kopf die Pisten hinunterstürzt, tut sich keinen Gefallen“, sagt Professor Henry Schulz, Sportmediziner von der Universität Cottbus. „Stoffwechsel und Kreislauf, aber vor allem die Muskeln sind da schnell überfordert, Verletzungen vorprogrammiert. Neben einer guten Ausrüstung ist ein fitter Körper deshalb auch das wichtigste Requisit beim Spaß im Schnee.“ Ideal ist ein ganzjähriges Fitnessprogramm, am besten eine Kombination aus Ausdauer-, Kraft- und Koordinationstraining. Wem das bislang nicht möglich war, der beginnt aber mindestens sechs Wochen vor dem Skiurlaub mit der Vorbereitung. Joggen, Muskelaufbautraining und spezielle Skigymnastik – weil es sich wirklich lohnt.

Klettern

Kein Gebirge in der Nähe? Macht nichts. Bis zu 20 Meter hohe Kletterwände mit vorgegebenen Griffen und Tritten bieten Ersatz. Anders als in der freien Natur ist der Spaß nicht sonderlich riskant. Steinschläge und glitschige Felsen gibt es in der Halle nicht. Deshalb können  schon Kinder ab sechs Jahren unter professioneller Betreuung ihren ersten Gipfel erklimmen. Voraussetzung für Jung und Alt ist allerdings, dass man sein Körpergewicht tragen kann.

Indoor-Golf

Das einst elitäre Spiel hat sich längst zum Volkssport entwickelt und modernste Technik macht es möglich, Golf jetzt auch unter einem Dach zu spielen. Anders als in der freien Natur steht der Spieler bei der Indoor-Variante etwa fünf Meter vor einer riesigen Leinwand. Die Bälle werden mit normalen Schlägern abgeschlagen oder geputtet. Hochgeschwindigkeitskameras erfassen die Kugel, simulieren die Flugbahn und stellen sie dann detailgetreu und in drei Dimensionen auf der Leinwand nach. So ist es möglich, sich technisch zu verbessern, um vielleicht im Sommer draußen auf dem Grün den anderen die Schau zu stehlen. Körperlich anstrengend ist Indoor-Golfen nicht. Höchste Ansprüche werden aber an die Konzentrationsfähigkeit gestellt.

Indoor-Soccer

Wer auch bei viel Schnee und Matsch nicht auf seinen geliebten Fußball verzichten möchte, kann in die wohltemperierte Halle ausweichen. Feld und Tore sind in der Halle kleiner, der Rasen ist aus Kunststoff. Außerdem ist das Feld von einer rund einen Meter hohen Bande umgeben. Der Ball bleibt immer im Spiel, und mit der Bande lässt sich so mancher austricksen. Allerdings ist eine gute Kondition gefragt. Kraft und Schnelligkeit werden gefordert, Technik und Ballgefühl lassen sich weiterentwickeln. Mannschaften mit fünf Spielern finden sich schnell zusammen.