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Balance schaffen

Sieben Gründe, warum Bewegung wichtig ist

Bewegung ist wichtig – für Körper, Geist und Seele. Sie hält uns fit und stärkt das Wohlbefinden. Die Frage ist nur, wie viel Bewegung braucht der Mensch täglich?

Wir sitzen vor dem PC, wir sitzen vor dem Fernseher, wir sitzen in Bus und Bahn. Bewegung spielt in unserem Alltag oft nur eine untergeordnete Rolle, dabei tut sie so gut. Und um sich deutlich besser und gesünder zu fühlen, muss es gar nicht der stundenlange Ausdauersport sein. Kleine Veränderungen im Alltag machen bereits den Unterschied. Nutzen Sie doch statt des Liftes einfach die Treppe, fahren Sie Fahrrad statt Auto. „Der Schlüssel für Fitness und Wohlbefinden liegt in häufigen kurzen Bewegungen, die über den ganzen Tag verteilt sind. Je mehr davon, desto gesünder“, sagt Simone Rohkohl, Bewegungsexpertin bei der DAK-Gesundheit.

Für alle Bewegungsmuffel, die nicht so leicht zu überzeugen sind, haben wir die wichtigsten Gründe für mehr Bewegung zusammengetragen.

DAK-Bewegungsexpertin Simone Rohkohl

Bewegung macht glücklich

Einige Experten meinen, es sind die rhythmischen Bewegungen, die Gleichklang in die Psyche bringen. Andere vermuten, dass die im Körper ausgelösten biochemischen Prozesse und die damit verbundenen Hormonausschüttungen für das Wohlfühlen verantwortlich sind. Fest steht: Sport und Bewegung erzeugen ein Glücksgefühl, das den ganzen Tag lang anhält. Wenn das kein Grund für regelmäßige Bewegung ist!

Bewegung bringt das Herz-Kreislauf-System in Schwung

Bei längerer Bewegung, wie etwa Ausdauersport, wird die Durchblutung angeregt und der Herzmuskel bekommt mehr Sauerstoff. Denn mit zunehmender Ausdauer sinkt der Sauerstoffbedarf der Körperzellen und der Lunge. Die Herzschlagfrequenz wird abgesenkt und gleichzeitig das Schlagvolumen erhöht – also die Blutmenge, die mit jedem Herzschlag in den Körper gepumpt wird. Optimale Bedingungen, um Bluthochdruckerkrankungen vorzubeugen oder Bluthochdruck zu senken. Nebenbei verringern Sie entscheidend Ihre Blutfettwerte, zum Beispiel für Cholesterin. Fazit: Regelmäßige Bewegung ist wichtig und senkt das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko.

Bewegung fördert die psychische Gesundheit

Sportliche Aktivitäten bauen die Stresshormone Cortisol und Adrenalin ab. Zudem entspannt sich das vegetative Nervensystem. Die Folge: Sie schlafen besser, konzentrieren sich leichter und können mit Stresssituationen souveräner umgehen.

Bewegung stärkt das Immunsystem

Regelmäßige Bewegung erhöht die Anzahl und Aktivität körpereigener Abwehrzellen. Diese sind wichtig für die Bekämpfung von Viren und Tumorzellen. Die stärkeren körperlichen Abwehrkräfte verringern die Wahrscheinlichkeit, an Erkältungen oder Krebs zu erkranken. Im Klartext: Bewegung stärkt die Immunabwehr.

Bewegung tut dem Muskel-Skelett-System gut

Bewegung ist wichtig für alle. Egal, ob Sie tagsüber viel sitzen oder stehen. Wer sich zwischendurch immer mal wieder bewegt, kräftigt die Stütz- und Bewegungsmuskulatur und beugt Verspannungen vor. Die Bandscheiben freuen sich über den Wechsel von An- und Entspannung. Zusätzlich regt Bewegung den Knochenstoffwechsel an, der gleichzeitig die Knochendichte fördert und somit Osteoporose vorbeugt.

Bewegung hilft, Fett zu verbrennen

Unsere Muskeln bestimmen, wie viel wir essen können, ohne zuzunehmen. Denn sie haben Einfluss darauf, wie viel Energie wir verbrauchen. Wichtig dabei sind die Mitochondrien, die kleinen Kraftwerke der Zellen. Sie verbrennen die Energie. Je mehr eine Zelle davon hat, desto mehr und schneller wird Energie verbrannt. Regelmäßige Bewegung steigert den Anteil der Mitochondrien und somit auch die Fettverbrennung. Weiterer Pluspunkt: Ausdauersport fördert die konstante Verbrennung – auch im Ruhezustand.

Bewegung macht schlau

Es ist nachgewiesen, dass Bewegung nicht nur gut für Körper und Seele, sondern auch für den Geist ist. Wer regelmäßig Sport treibt, erhöht dadurch seine kognitive Leistungsfähigkeit. Denn nach dem Sport können wir uns besser konzentrieren und komplexe Aufgaben leichter lösen. Den Grund dafür vermuten Wissenschaftler im Laktat. Laktat ist eine Form der Milchsäure und entsteht in den Muskeln, wenn wir uns bewegen. Die Nervenzellen im Gehirn brauchen die Milchsäure, um richtig funktionieren zu können. Da nach dem Sport mehr Laktat produziert wird, könnte es für die gesteigerte Hirnleistung verantwortlich sein.

 

Nina Alpers