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Gesund leben

Endlich Urlaub

So bleiben Sie auf Reisen gesund

Raus aus dem Alltag – rein ins Urlaubsvergnügen. Wenn die schönsten Wochen des Jahres warten, verschwenden wir nur ungern Gedanken an Krankheiten. Doch leider erwischt es rund fünf Prozent aller Urlauber, wie der DAK-Urlaubsreport zeigt. Und plötzlich heißt es Bett statt Strandkorb und Arztbesuch statt Sightseeing. Dabei lassen sich viele Urlaubserkrankungen mit etwas Umsicht verhindern. Hat es Sie doch erwischt, bekommen Sie die meisten Beschwerden mit der richtigen Reiseapotheke schnell in den Griff. Wir verraten, wie Sie Krankheiten im Urlaub verhindern und was in keiner Reiseapotheke fehlen sollte.

Bereits die Anreise kann manchmal zur Belastung werden
Die Reisekrankheit beginnt meistens mit häufigem Gähnen, Müdigkeit und Kopfschmerzen. Es kann zu Übelkeit und Erbrechen kommen. Besonders häufig erwischt es Schiffsreisende. Aber auch im Bus, Auto oder Flugzeug werden viele Menschen reisekrank. Aufregung oder Angst – wie etwa vor dem Fliegen – können die Symptome verschlimmern. Doch schon die richtige Platzwahl kann Abhilfe schaffen. Setzen Sie sich im Auto oder Bus immer in Fahrtrichtung und wählen sie Plätze möglichst weit vorne im Fahrzeug. Auf einem Schiff hilft es, an die frische Luft zu gehen und den Blick auf den Horizont zu richten. Im Flugzeug spürt man die wenigsten Schwankungen auf den Plätzen über den Tragflächen.

Achtung vor „Montezumas Rache“
Magen-Darm-Beschwerden sind eine der häufigsten Urlaubserkrankungen. Gerade bei exotischen Reisezielen kann es schnell zu „Montezumas Rache“ kommen. Um dieser Krankheit vorzubeugen, sollte auf das Trinken von Leitungswasser und auf Eiswürfel in Getränken verzichtet werden. Oberstes Gebot in fernen Ländern ist außerdem: Cook it, boil it, peel it or forget it (koch es, brat‘ es, schäl‘ es oder vergiss es). So lässt sich der Kontakt mit vielen Krankheitserregern vermeiden. Wen es dennoch erwischt hat, der sollte immer daran denken genügend zu trinken, um ein Austrocknen des Körpers zu verhindern.

Starke Temperaturunterschiede vermeiden
Erkältungen gehören ebenfalls zu den häufigen Krankheiten auf einer Reise. Ungewohnte Klimaverhältnisse sowie Klimaanlagen und Ventilatoren in den Hotelzimmern sind meist die Ursache. Bei sehr hohen Außentemperaturen werden die Schlafräume gerne stark runtergekühlt, was schnell zu Schnupfen und Halsschmerzen führen kann. Besser ist es, Klimaanlage und Ventilator über Nacht auszuschalten und sich trotz der Wärme mit einem dünnen Laken zuzudecken. Halten Sie sich möglichst an die Faustregel, dass der Unterschied zwischen warm und kalt nur ca. sechs Grad Celsius betragen sollte.

Achtsamkeit beim Sonnenbaden
Einen Sonnenbrand hatte vermutlich schon fast jeder einmal, denn ausgiebiges Sonnenbaden gehört zu den beliebtesten Urlaubsbeschäftigungen. Doch die Folgen sind oft fatal. Wie empfindlich ein Mensch auf die Sonne reagiert, hängt vom Hauttyp und der Sonnenbestrahlung ab. Auch äußere Umstände, wie beispielsweise die Ozonwerte, der Einfallswinkel der Sonne oder die Nähe zum Wasser, können einen Sonnenbrand in seiner Intensität beeinflussen. Eincremen ist Pflichtprogramm. Und vergessen Sie auch nicht, zwischendurch immer wieder nachzucremen, insbesondere nach dem Baden. Vermeiden Sie lange Aufenthalte in der Mittagssonne und bräunen Sie sich lieber im Schatten, auch hier beträgt die Sonnenkraft noch 50 Prozent. Außerdem bräunen Sie intensiver und verringern das Hautkrebsrisiko. Neben Sonnencreme ist die richtige Kleidung ebenfalls entscheidend. Sind Sie längere Zeit in der Sonne unterwegs, tragen Sie einen Sonnenhut und leichte, lange Kleidung. Der Schutz der Augen wird oft ganz vergessen oder unterschätzt. Sonnenbrillen mit UV-Schutz sind wichtig, um Netzhautentzündungen vorzubeugen.

Zu große Hitze meiden
Das Risiko eines Sonnenstichs wird häufig unterschätzt. Viel zu oft liegen wir ungeschützt in der prallen Sonne – ohne Kopfbedeckung und Sonnenschirm. Doch zu viel Sonne auf den Kopf- und Nackenbereich ist schädlich und kann zu einer Irritation des Gehirns und der Hirnhaut führen. Bei einem Sonnenstich sind nicht die UV-Strahlen, sondern die Temperaturen das Problem. Schützen Sie sich deswegen vor der Mittagshitze, tragen Sie außerdem luftige Kleidung und einen Sonnenhut. Achten Sie auch auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr.

Vor lästigen Insekten schützen
Insektenstiche sind nicht nur unangenehm, sondern können auch allergische Reaktionen hervorrufen. Bei Fernreisen besteht außerdem das Risiko von übertragbaren Krankheiten. Wer sich vor Stichen schützen möchte, der sollte auf Parfüm und andere Duftstoffe verzichten. Denn Insekten werden von diesen angelockt. Beim Aufenthalt im Freien empfiehlt sich Kleidung mit langen Ärmeln und Beinen sowie Strümpfe. Bekleidete Körperteile bleiben von Stichen verschont, wenn der Stoff nicht zu dünn oder grobmaschig ist. Unbedeckte Hautpartien können Sie mit Insekten abwehrenden Mitteln schützen. Nachts bieten über dem Bett angebrachte Moskitonetze den besten Schutz vor Mücken, Fliegen und anderen Insekten.

Vorsicht vor Zecken
Zwischen April und November ist Zecken-Saison. Dann ist vor allem beim Zelten oder Wandern Vorsicht geboten. Denn mit einem Biss können Zecken Krankheiten auf den Menschen übertragen. Ein Tipp zur Vorbeugung: Versuchen Sie Zeckenbisse zu vermeiden, indem Sie immer Kleidung tragen, die den ganzen Körper bedeckt. Entdecken Sie dennoch eine Zecke, entfernen Sie sie sofort. Das gelingt am besten, indem Sie das Tierchen schnell herausziehen, zum Beispiel mit einer Pinzette oder Zeckenzange. Suchen Sie vorsichtshalber einen Arzt auf.

Impfen nicht vergessen
Exotische Länder bringen manchmal auch exotische Krankheiten mit sich. Wer eine Fernreise plant, sollte sich daher rechtzeitig beim Auswärtigen Amt über aktuelle Impfvorschriften und empfohlene Impfungen informieren.

Mit einer gut sortierten Reiseapotheke sind Sie für den Ernstfall gerüstet

 
  • Medikamente, die Sie regelmäßig einnehmen müssen
  • Durchfallmittel und Mittel zum Ausgleich des Flüssigkeitsverlusts bei Durchfall
  • Schmerz- und Fiebermittel
  • Mittel gegen Reiseübelkeit
  • Wunddesinfektionsmittel
  • mildes Abführmittel bei Verstopfungen
  • Arzneien, die Erkältungsbeschwerden (Schnupfen, Husten, Heiserkeit) lindern
  • Augentropfen bei Reizungen durch Trockenheit oder Staub
  • Salbe oder Gel gegen Verstauchungen und Prellungen
  • Wund- und Heilsalbe
  • Mittel zur Abwehr von Insekten
  • kühlendes, juckreiz- und schmerzstillendes Mittel bei Insektenstichen und Sonnenbrand
  • Mittel gegen Allergien
  • Pflaster und Verbandszeug
  • Pinzette und Schere
  • Fieberthermometer
  • Einmalhandschuhe
Und nicht vergessen: Die Verfallszeit von Medikamenten kann in der Wärme manchmal kürzer sein als zu Hause. Wer dauerhaft Medikamente nimmt, sollte die Ausstattung der Reiseapotheke am besten mit dem Hausarzt besprechen.